Buchhighlights 2018| alte Bekannte und neue Genres

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Frohes neues Jahr, meine lieben Buchverrückten!
2019 ist frisch gestartet und nachdem es gestern um mein Schreibjahr ging, zeige ich euch heute wie versprochen die Bücher, die mich im vergangenen Jahr besonders begeistert haben.  natürlich verlinke ich euch auch meine Rezensionen, damit ihr bei Interesse nochmal genauer nachlesen könnt.

Insgesamt sind in den letzten zwölf Monaten 15 Rezensionen online gegangen, obwohl ich noch ein paar Romane mehr gelesen habe. Von den besprochenen Büchern sind fünf in Kleinverlagen erschienen und vier im Selfpublishing. Ein Durchschnitt, den ich im nächsten Jahr gern beibehalten oder sogar noch steigern möchte. Denn ich liebe es, die kleinen, kostbaren Buchperlen abseits des Mainstreams zu entdecken und sie euch vorzustellen. Viele dieser Titel verdienen mehr Aufmerksamkeit – und ich hoffe, mit meinen Rezensionen wenigstens die Neugierde des ein oder anderen Lesers wecken zu können.

Kommen wir nun also zu meinen Jahreshighlights 2018. Die Reihenfolge, in der ich sie aufliste, entspricht keiner Wertung, sondern der Reihenfolge, in der ich sie gelesen habe. :)

Das Jahr begann mit einem Buch, das mich mit seinem Setting, dem Plot, aber vor allem mit einem unwiderstehlichem Heldenpaar in seinen Bann gezogen hat. Die Rede ist von Unter einem Banner von Elea Brandt, deren Debüt Opfermond schon 2017 zu meinen Buchhighlights zählte. Die Geschichte des kampfmüden Kriegers Reykan, der zu seinem großen Missfallen den vorlauten Prinzen Benrik schützen muss, unterhält von der ersten bis zur letzten Seite. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon geschrieben habe (sehr of wahrscheinlich^^), aber Elea ist eine unvergleichliche Geschichtenerzählerin, die scheinbar in jedem Genre zuhause ist. Denn im Sommer beglückte sie ihre Leser mit der locker-leichten Orient-Fantasy Sand & Wind. Die Geschichte des vorlauten Diebes Quiro, der unverhofft in ein Abenteuer stolpert, dessen Ausmaße er anfangs nicht zu erahnen vermag, kann ich euch ebenfalls nur ans Herz legen.

Mich freut es ganz besonders, dass Elea für 2019 bereits zwei Romane angekündigt hat: Sand & Klinge, in dem sie Quiros Geschichte weitererzählt, sowie Mutterschoß, in dem sie ihre Leser erneut nach Ghor-el-Chras entführt, die Stadt von Opfermond. Beide Titel stehen jetzt schon weit oben auf meiner Wunschliste!

 

Weiter geht es mit einem Genre, das ich 2018 für mich entdeckt habe: Steampunk. In der Greenlight Press erscheint mit Frost & Payne eine Krimireihe in einem wundervoll durchdachten Steampunk-Setting. Action, Tempo, unerwartete Wendungen und vor Einfallsreichtum sprühende Dialoge erwarten euch schon im Auftaktband Die Schlüsselmacherin der 12 Episoden umfassenden ersten Staffel aus der Feder von Luzia Pfyl. Eine echte Entdeckung!

 

 

 

Als bekennender Bernhard Hennen-Fan, darf Der Verfluchte, der Auftakt zur Trilogierund um Die Chroniken von Azuhr in meinem Jahresrückblick auf gar keinen Fall fehlen. Mit Spannung habe ich diesen Roman erwartet – und wurde nicht enttäuscht. Hennen webt wieder einmal eine dichte Erzählung rund um Magie, Mären und Intrigen, die mich in eine andere Welt hat versinken lassen.

 

 

Gefesselt hat mich auch Zara Nesbit. Blutrabe. Dieser Mysteryroman ist nicht nur im Selfpublishing erschienen, sondern auch der Debütroman der talentierten Ily Romansky. Mord, Magie, Mysterie, ein überzeugendes Setting und eine beklemmende Atmosphäre sorgen für wohlige Gänsehautmomente. Ein viel versprechender Reihenauftakt, der Lust auf mehr Abenteuer der resoluten Gouvernante macht.

 

 

Last but not least ein Buch, das zu beschreiben mir immer noch schwer fällt: Nevernight. Die Prüfung. Die Geschichte der von Rache getriebenen, jungen Assassine Mia ist … düster und blutig. Fesselnd und überraschend. Jay Kristoffs Trilogie ist wie eine Naturgewalt, die sich mitreißt und atemlos zurücklässt. Solch ein außergewöhnliches Buch – vielleicht das außergewöhnlichste der letzten Jahre – habe ich selten gelesen.

 

 

Meine Buchhighlights 2018 sind eine bunte Mischung geworden. Ich hoffe, dass das 2019 so bleibt.

Verratet mir in den Kommentaren ruhig, welches Buch (oder welche Bücher) euch im vergangenen Jahr richtig geflasht haben. :)

Wir lesen uns!
Eure Anna

[Monatsrückblick] Loyalität, zertanzte Schuhe und der Zauber der Musik

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Neuer Monat – neuer Rückblick. Im Februar hatte ich wenig Zeit zum Lesen. Leider ist neben meinen Klausurvorbereitungen auch das Stöbern auf anderen Blogs viel zu kurz gekommen – und die fette Grippe, die mich letzte Woche erwischt hat, hat ihr übriges getan. Dennoch freue ich mich wahnsinnig darüber, dass ich in den letzten Wochen so viele neue Leserinnen und Leser in der Welt aus Tinte und Papier begrüßen durfte. Ich freue mich über jeden, der hierher findet – und bleibt. <3

Gay Fantasy und eine Märchenadaption

Der Februar hat mir mit Unter einem Banner schon ein richtiges Lesehighlight beschert. Obwohl die Geschichte um den Krieger Reykan, der mehr oder weniger freiwillig Leibwächter für den verwöhnten Kronprinzen Benrik wird, Low Fantasy ist, habe ich mich damit auf für mich unbekanntes literarisches Terrain begeben – und es hat sich gelohnt. Elea Brandt konnte mich mit ihrem Schreibstil mal wieder absolut gefangen nehmen – und der Roman auf ganzer Linie überzeugen. Warum ich euch Unter einem Banner nur ans Herz legen kann, könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

Ein weiteres Herzensbuch ist definitiv auch Janna Ruths Im Bann der zertanzten Schuhe, eine herrlich moderne, romantische Märchenadaption , die auch überraschend ernste, tiefgründige Töne anschlägt. Mit Sophie habe ich Nacht um Nacht im DeModie, einem mehr als magischen Club, durchtanzt – und bin selbst dem Bann der zertanzten Schuhe erlegen. Meiner Meinung nach hat es der Roman völlig zurecht auf die Shortlist für den diesjährigen SERAPH, den Literaturpreis der Phantastischen Akademie geschafft.

 

Hypebücher – oder literarische Vielfalt?

[Hype] Zwei Blogbeiträge haben sich im vergangenen Monat auch mit einem Thema beschäftigt, das mich sehr interessiert: Hypebücher. Sicher kennt ihr das auch, wenn ihr durch die neusten Beiträge eurer abonnierten Blogs stöbert: Oft strahlen euch ein und dieselben Buchcover entgegen – Hypebücher, an denen kein Weg vorbei zu führen scheint. Sowohl der  reisende Bücherwurm Elisa  als auch KeJas BlogBuch setzen sich in ihren lesenswerten Artikeln damit auseinander, wie viel Abwechslung wünschenswert wäre – und dass Besprechungen von unbekannteren Titel oft weniger Klicks mit sich bringen.

Hypebücher machen mich schon neugierig – immerhin ist es interessant zu erfahren, was andere an einem Roman begeistert und dann herauszufinden, ob es mich auch überzeugen kann. Ich lese zurzeit aber verstärkt Bücher aus Kleinverlagen oder von Selfpublishern. Es gibt so viele tolle Titel, die nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie meiner Meinung nach verdient haben. Wenn ich diese Bücher auf meinem Blog vorstelle, hoffe ich, dass sie vielleicht auch dem ein oder anderen von euch ins Auge fallen.

[Trend] Einem anderen „Trendthema“ widmet sich Elea Brandt. Ausgehend von weltweiten Buchphänomenen wie Shades of Grey stellt sie sich die Frage, ob die Romantisierung von Missbrauchsbeziehungen (im Sinne von Status etc.) noch ein guilty pleasure oder schon ein Gesellschaftsproblem ist. Wissenschaftlich fundiert geht sie dabei Formen von Rape Fiction und den dahinterliegenden Problemen auf den Grund. Ein gut recherchierter Artikel, den ich nur empfehlen kann.

Schreiblust

Hatte ich auch im Februar wieder – dem #Writing Friday sei Dank. Ich habe euch auf einen Ausflug in meine Kindheit  mitgenommen und einem vernachlässigten Cello eine Stimme gegeben. Gerade für die Erzählung meines Cellos habe ich so wunderbares Feedback bekommen, dass ich immer noch übers ganze Gesicht strahle.

Nach meiner Klausur konnte ich auch endlich wieder mein Romanprojekt in Angriff nehmen. Ich habe mir vier Tage Zeit genommen, um das Manuskript einmal für den Gesamteindruck zu lesen, bevor ich mich im März an die endgültige Überarbeitung mache. Es war so schön, nach all der Zeit, die mich Turid und die Nordmänner nun schon begleiten, wieder in der Erzählung zu versinken. Und ich habe mich tatsächlich nochmal ganz neu in das Projekt und die Figuren verliebt. :)

Allmählich merke ich auch, wie meine Timeline zu summen beginnt: Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür – leider ohne mich. Aber wie in den vergangenen Jahren auch werde ich die Messe auf Zwischen Buchdeckeln verfolgen. Erik schreibt wirklich großartige Messebeiträge und gibt mir jedes Mal das Gefühl, selbst da zu sein.

Egal, ob ihr zu LBM fahrt oder es euch daheim gemütlich macht: Habt einen schönen März!

[Rezension] Elea Brandt – Unter einem Banner

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„‚Passt doch‘, knurrte Reykan und spie seinen Frust aus. ‚Ein nutzloser Leibwächter und ein nutzloser König. Ich schätze, wir verdienen einander.‘“

(Elea Brandt, Unter einem Banner, Ebook S.132)

In Unter einem Banner, ihrem zweiten Roman, schickt Elea Brandt ein unwiderstehliches Heldenpaar auf eine abenteuerliche Reise. Dass sich Reykan und Benrik nicht ausstehen können, sorgt dabei für einige grandiose Lesemomente.

Auf einen Blick:

 

 

Titel: Unter einem Banner
Autorin: Elea Brandt
Verlag: Dead Soft Verlag
Seiten: 440
Format: Taschenbuch/E-Book
Preis: 13, 95€/ 6,99€
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2018
Genre: Low Fantasy/Gay

Bildrechte liegen beim Dead Soft Verlag

 

 

Darum geht’s

Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden.

Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen. Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.

(Quelle: Dead Soft Verlag)

Das Buch

Mit Unter einem Banner habe ich mich literarisch auf einen Ausflug in für mich eher unbekannte Gefilde eingelassen. Der Klappentext deutete es bereits an: Reykan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, fühlt sich zu Männern hingezogen. Bislang habe ich eher selten Romane mit homosexuellen Protagonisten gelesen. Aber im Grunde genommen sollte die sexuelle Orientierung eines Charakters eine untergeordnete Rolle spielen, viel wichtiger ist wie er selbst und seine Gesellschaft damit umgehen – und wie sie die Geschichte beeinflusst, die er zu erzählen hat.

Und Reykans Geschichte ist eine packende. Eine Geschichte voller Verrat, widerstreitender Gefühle, Gewissensbisse, traumatischer Erinnerungen – und der Frage, wie weit seine Loyalität als Soldat seiner Majestät reicht.

Reykan ist ein Bastard, dem es gelungen ist, sich im Heer bis zum Hauptmann hochzuarbeiten. Als seine Heimat Serin mit Skarat im Krieg liegt, muss er tatenlos mit zusehen, wie sein König gute Männer aus falschem Stolz in den Tod schickt. Reykan hat viel durchgemacht – und viel verloren. Was er auf dem Schlachtfeld erlebt hat, verfolgt ihn bis in seine Träume, lässt ihn nicht mehr los. Dennoch binden ihn sein Schwur und sein Pflichtgefühl an den serinischem König, dem er trotz allem loyal ergeben ist.

„Er ertrug es nicht, die Schreie der Sterbenden zu hören, sobald er die Augen schloss. Die Bilder aus Notia hatten sich tief in seinen Verstand gebrannt.“

(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.38)

Von Beginn an war mir Reykan sympathisch. Er ist ein Protagonist mit Prinzipien, mit Ehrgefühl und ja, man kann ihn getrost als ritterlich bezeichnen. Er ringt mit den Schrecken der Vergangenheit, mit seinem Verlust. Obwohl er den Glauben an das, was er tut, längst verloren hat, kann er sich nur schwer dazu durchringen, dem Leben als Soldat den Rücken zu kehren.

Doch als der König einem Komplott zum Opfer fällt, nimmt er Reykan noch im Sterben den Schwur ab, seinen Sohn zu beschützen. Ein Soldat, der nicht mehr kämpfen will, als Leibwächter für einen verzogenen Kronprinzen? Das klingt nicht nur nach einer explosiven Mischung, das ist sie auch. Prinz Benrik entspricht nämlich so gar nicht den Vorstellungen, die Reykan sich von einem künftigen König macht. Er ist verzogen, ein Lebemann, der Genuss und Ausschweifung über die Pflicht stellt. Im Gegensatz zu Reykan, der unnötiges Gerede vermeiden will, lebt Benrik hingegen seine Homosexualität offen aus – was nicht bei allen Untertanen auf Toleranz stößt.

Schon von ihrer ersten Begegnung an ist klar: Hier prallen zwei starke, starrköpfige Charaktere aufeinander. Und dann ist es ausgerechnet an Reykan, den verwöhnten Benrik in Sicherheit zu bringen.

„Das würden die längsten zwei Wochen seines Lebens werden, so viel stand jetzt schon fest. Und er hoffte inständig, dass er den Prinzen nicht irgendwann aus einer Laune heraus erschlagen würde.“

(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.97)

 

Beiden gelingt es zunächst nur schwer, sich mit einander zu arrangieren. Prinz und Leibwächter geraten oft aneinander – und ihre oft unheimlichen witzigen Wortgefechte haben mich das ein oder andere mal zum Schmunzeln gebracht. Doch je länger ihre Reise dauert, umso mehr raufen sie sich zusammen – und Reykan erhascht allmählich einen Blick hinter die Fassade des verzogenen Prinzleins.

Zwischen Reykan und Benrik gibt es von Beginn an diese ganz besondere Dynamik. Ein Knistern, dass zwischen Ablehnung und Faszination schwankt. Ein Zögern, sich die eigenen Gefühle einzugestehen. Beide – aber auch sämtliche Nebenfiguren – sind plastisch gezeichnet und allesamt außergewöhnlich. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, direkt ins Leben der Figuren zu springen, und nicht, dass sie erst während des Lesens lebendig werden.

Auch die Handlung konnte mich absolut überzeugen. Reykan, der Benrik vor den Attentätern in Sicherheit bringen muss. Die Gefahren, die auf ihrer Reise lauern. Die Suche nach Verbündeten, damit Benrik seinen Thron zurückgewinnen kann – und nicht zuletzt die Entwicklung ihrer Beziehung, die mit der Zeit immer enger, immer vertrauter wird.

„Die grauen Augen des Prinzen fesselten ihn und das Feuer, das darin loderte, raubte ihm schier den Atem. Wie wildes Sturmmeer, dessen Sog ihn nicht mehr losließ.“

(Elea Brandt, Unter einem Banner, EBook S.153)

Eine Prise Erotik kommt dabei ebenso wenig zu kurz wie packende Kampfszenen. Unter einem Banner spielt in einem mittelalterlichen Low Fantasy Setting. Der Weltenbau, der geschickt in die Erzählung eingeflochten wird, ist komplex und scheint bis ins Detail durchdacht. Dadurch werden die Geschichte und die Figuren noch lebendiger. Hinzu kommt noch Elea Brandts fesselnder Schreibstil, die grandiosen Dialoge und stimmungsvollen Beschreibungen. Die Autorin braucht nicht viele Worte, um mich so tief in den Roman versinken zu lassen, dass ich alles andere um mich herum ausgeblendet habe.

Fazit

Unter einem Banner trumpft mit einem Heldenpaar auf, dessen Charme man sich einfach nicht entziehen kann. Große Intrigen, unzählige Gefahren und packende Kampfszenen. Wer militärische Low Fantasy mag und obendrein gern erlebt, wie sich Charaktere und ihre Beziehung weiterentwickeln, dem kann ich diesen Roman nur ans Herz legen.

Vielen Dank an Elea Brandt und den Dead Soft Verlag, die mir den Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. :)

 Über die Autorin

Im vergangenen Jahr hat Elea Brandt mit ihrem Debüt Opfermond, einem Dark Fantasy Thriller, nicht nur die Herzen der Leser, sondern im Februar 2018 auch die Phantastik-Bestenliste von PAN e. V. und Literaturschock erobert. Wie mir der Roman gefallen hat, das könnt ihr * hier * nachlesen. So viel kann ich euch aber jetzt schon verraten: Sand & Wind, das im Sommer im Verlag ohneohren erscheinen wird, steht jetzt schon auf meiner Wunschliste.

Mehr über die Autorin, ihre aktuellen Projekte sowie spannende Beiträge rund um verschiedene literarische Themen findet ihr auch auf Eleas Blog – reinschnuppern lohnt sich!

 

 

[Monatsrückblich] Von Leseflauten, inkonsistenten Charakteren und fernen Welten

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Schon wieder Freitag – aber in dieser Woche werde ich keinen neuen Text zum #Writing Friday veröffentlichen (obwohl die Februarthemen absolut großartig sind, wirklich!). Nachdem ich meine kreativen Reserven in den letzten Tagen ganz schön strapaziert habe, möchte ich vielmehr die Gelegenheit nutzen, auf den Januar zurückzublicken – und euch den ein oder anderen Blogpost ans Herz zu legen (und damit auch einen meiner Neujahrsvorsätze einzuhalten).

Leseflaute

Vielleicht ist es euch aufgefallen: Meine letzte richtige Rezension habe ich Anfang Dezember gepostet. Das liegt vor allem daran, dass ich momentan in einer Leseflaute stecke, obwohl letzten Monat * einige Bücher bei mir eingezogen sind *. Ich habe zwar Janna Ruths Im Bann der zertanzten Schuhe gelesen, aber noch keine Zeit gefunden, diesen wirklich tollen Roman zu rezensieren.

Ganz besonders freue ich mich, dass Unter einem Banner von Elea Brandt, das ich euch bei * #Waiting on Wednesday * vorgestellt habe, bereits als E-Book erschienen ist – und das viel früher als erwartet. Ich habe mich auch direkt auf Reykans Geschichte gestürzt … wirklich genial! :)

[Hype] Im Januar schien mir ein Buch auf den Blogs, die ich lese, besonders präsent zu sein: Laura Kneidels Berühre mich. Nicht. Jill von Letterheart und ihre Mädels haben richtig davon geschwärmt. Bei ihrem gemeinsamen Treffen sind sie sofort in einen Buchladen gestürmt, um sich die neu erschienene Fortsetzung Verliere mich. Nicht. zu kaufen. Deshalb fand ich es besonders schade, dass der Roman Jills Erwartungen nicht erfüllen konnte. Sie hat eine * sehr ehrliche Rezension geschrieben *, in der sie ihre Bewertung – und Enttäuschung – ausführlich und sachlich begründet. Erfrischend, auch mal eine negative Rezension zu lesen.

Schreibvorsätze

Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, jeden Tag an meinen eigenen Texten zu arbeiten. Wie es sich für waschechte Neujahrsvorsätze gehört, habe ich das natürlich nicht den ganzen Monat durchgehalten, aber schon deutlich mehr geschrieben als sonst. Eine ganze Kurzgeschichte für eine Ausschreibung ist es geworden, die ich so oft gekürzt und umgeschrieben habe, dass ich sie am Ende nicht mehr sehen konnte. Drückt mir die Daumen, dass es nicht wieder eine Absage wird so wie zu Beginn des Monats. :)

Dann habe ich im Januar auch den #Writing Friday für mich entdeckt, eine Aktion, die Elizzy von Read Books and fall in Love ins Leben gerufen hat. Ich habe meinen persönlichen Begriff von * Freiheit * in einem Gedicht verarbeitet und einen mehr oder weniger lebensklugen * Brief an mein 15-jähriges Ich * verfasst.

Aber auch die Beiträge der anderen Schreiberlinge sind wirklich lesenswert. Eine richtige Gänsehaut hat mir * Idas Freiheitsgedicht * beschert – und Gabriela lädt unter anderem zu einer * irrwitzigen Fahrt in einem Weidenkörbchen * ein. Hach ja, Träume sind schon seltsam …

[Charakterisierung] Lesenswert ist auch Evanesca Feuerbluts * Reflexion über inkonsistente Charaktere *. In ihrem Artikel beantwortet sie unter anderem die Frage, was Kylo Ren aus Star Wars und ein Regenbogeneinhorn mit einander zu tun haben. Auch wenn es auf den ersten Blick recht wenig zu sein scheint, wird euch ihre Antwort überraschen. Ich finde, dass es gerade die Eigenschaften eines Charakters sind, die vermeintlich nicht zusammenpassen, die ihm Tiefe und Authentizität verleihen. Beim Schreiben geht es ja im Grunde genommen um das Menschsein in all seinen schillernden Facetten, die jeden von uns einzig- und eigenartig (im besten Sinne des Wortes) machen.

…. und was nächsten Monat kommt

Richtige Pläne für den Februar habe ich noch nicht – außer die beiden Romane aus dem Januar zu rezensieren und regelmäßig für den #Writing Friday zu schreiben. Nächsten Monat beginnt auch die heiße Phase meiner Klausurvorbereitung. Mal schauen, wie viel ich nebenbei noch zum Lesen und Schreiben kommen werde.

Damit wünsche ich euch erstmal einen lesereichen, wundervollen Februar – und möchte euch nochmal daran erinnern, dass ihr noch bis zum 19.2. Gelegenheit habt, für den * Vincent Preis * abzustimmen.

Nun würd mich noch interessieren: Habt ihr eure guten Vorsätze für 2018 schon über den Haufen geworfen, oder haltet ihr noch eisern daran fest?