[Monatsrückblick] Von Neuerungen, alten Herzensbüchern und Schreibmaschinen-Mutanten

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Hallo meine lieben Buchverrückten!
In meinem *** letzten Monatsrückblick *** hatte ich ja bereits angedeutet, dass ich Lust auf was Neues habe. Auf ein bisschen Veränderung. Deshalb habe ich mir nach und nach einige Stellen meines Blogs vorgenommen, mit denen ich noch nicht so zufrieden war, damit die Welt aus Tinte und Papier für euch noch gemütlicher wird. :)

Angefangen habe ich mit den *** Fremden Welten *** ,meinem Rezensionsindex, der nun mit neuer und besserer Übersichtlichkeit besticht (zumindest für mich * hust* ^^). Aber auch meine eigenen Texte sollen nicht zu kurz kommen. Unter den *** Eigenen Welten *** werde ich neben der Übersicht über meine bisherigen Veröffentlichungen bald noch eine Unterseite für die kurzen Texte erstellen, die ich im Rahmen des Writing Friday verfasse.

Auch im April sind einige (Kurz)Geschichten online gegangen. Neben einem eher humorvollen Bericht über den *** ersten Tag einer Assistenzärztin *** und einem *** Dankesbrief *** an keinen geringeren als den Erfinder der Zahnpasta, ging auch ein – für meine Verhältnisse – experimenteller Text online. Thema war eine sagen wir mal … besondere *** Offenbarung auf einer Familienfeier ***.

Reinschnuppern solltet ihr auf jeden Fall in Idas Beitrag *** Madness ***. Unglaublich atmosphärisch, webt sie eine ganz besondere Erzählung in ihren fiktiven Erlebnisbericht aus dem ersten Arbeitstag im Krankenhaus ein. Aber lest am besten selbst. :)

Herzensbücher …

… ist eine ganz wundervolle Aktion von Janika und Sabrina. Die beiden haben ein Format ins Leben gerufen, in dem an jedem 20. des Monats ein Lieblingsbuch vorgestellt wird – in knackigen 500 Wörtern. Für ein Lieblingsbuch ist das gar nicht so viel und ich musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht die ganze Zeit zu fangirlen. Aber Bernhard Hennes Die Elfen wird wohl immer ganz oben auf der Liste meiner Allzeitfavoriten stehen. *** zum Beitrag ***

 

Ebenfalls High Fantasy, allerdings im Jugendbuchformat ist Jörg Bennes Das Schicksal der Paladine – Verschollen. Anlässlich der Neuauflage seiner Trilogie haben er und der Papierverzierer Verlag eine Leserunde auf Lovelybooks veranstaltet, an der ich auch teilnehmen durfte. Für den Autor fand ich es sehr schade, dass seitens der Teilnehmer kaum Rückmeldungen kamen. Der Roman hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich vom Cover her erwartet hätte, dass Drachen eine größere Rolle spielen. Warum sich ein zweiter Blick dennoch lohnt, erfahrt ihr *** hier ***.

Ein richtiges Kontrastprogramm zu diesen beiden Titel, die doch eher actionlastig daherkommen, ist Das Päckchen von J. Vellguth. Ein waschechter Liebesroman, der durchaus unterhaltsam ist, aber meinen Geschmack nicht zu einhundert Prozent getroffen hat. Wer noch nach locker-leichter Wohlfühlunterhaltung sucht, sollte mal in meine *** Rezension *** reinlesen.

Phantastika und Schreibmaschinen-Mutanten

Schon zu Beginn des Monats erreichte mich die Nachricht, dass die Phantastika in diesem Jahr abgesagt wurde. Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte ich so viel Freude, dass ein Besuch in Oberhausen fest eingeplant war. Das heißt auch, dass die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises momentan noch auf der Kippe steht. Für alle nominierten Autoren und Mitwirkenden ist das wirklich schade. Hoffentlich gibt es eine alternative Preisverleihung – und hoffentlich kommt die Phantastika 2019 stärker denn je wieder zurück.

Einen Beitrag, der mich in diesem Monat wirklich bewegt hat, hat Sarah Ricchizzi verfasst. Bei ihr dreht sich alles um *** Schreibmaschinen-Mutanten *** und die Frage danach, wie viel man schreiben darf. Sarah ist selbst Autorin und hat sich diesem Thema auch aus dieser Perspektive genähert.

Schreiben ist ein kreativer Prozess. Und bei allem, das kreativ ist, sollte es meiner Meinung nach kein „darf“ oder „muss“ geben – nur ein „kann“. Jeder Autor hat einen individuellen Schreibprozess. Die einen haben einen hohen Output und veröffentlichen zwei oder mehr Romane im Jahr. Die anderen brauchen deutlich länger. Das hat aber nichts mit der Qualität des Endergebnisses zu tun (wobei man nicht vergessen darf, dass Qualität subjektiv und ein schwammiger Begriff ist). Jeder Autor begibt sich bei einem Manuskript auf eine abenteuerliche Reise, die so lange dauert, wie die Geschichte braucht, um auserzählt zu sein.

Ich bin eher eine Langsamschreiberin bzw. brauche ich für meine Projekte sehr lang, weil ich mir selten und wenig Zeit zum Schreiben nehme (was sich in diesem Jahr schon gebessert hat). Zum Beispiel habe ich das erste Wort des Manuskriptes, das ich momentan überarbeite, im November 2015 geschrieben. Und ich bin zuversichtlich, dass wir – die Geschichte und ich – diesen Sommer endlich so weit sind, bei einem Verlag vorstellig zu werden.

Jetzt habe ich euch auch fürs Erste genug zugetextet. Habt einen schönen Mai! Wir lesen uns. :)

Anna

[Rezension] J. Vellguth – Das Päckchen

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„Wieso musste man bei Päckchen unbedingt wissen, was drinsteckte? War das ein Naturgesetz oder so?“ 

(J. Vellguth, Das Päckchen, S.170)

Der Frühling lockt uns mit den ersten Sonnenstrahlen ins Freie und macht uns leicht ums Herz. Locker-fluffigen Lesestoff, der perfekt in diese Jahreszeit passt, liefert uns die Selfpublisherin Jacqueline Vellguth mit ihrem Roman Das Päckchen.

Auf einen Blick:

 

 

Titel: Das Päckchen
Autorin: J. Vellguth
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 330
Format: Taschenbuch/E-Book
Preis: 12, 99€/ 3,99€
Erscheinungsdatum: 22. April 2017
Genre: Liebesroman

 

 

Darum geht’s

Emma liebt Bücher über alles. Gerade, als ihr ganzes Leben auseinanderzubrechen droht, trifft überraschend ein geheimnisvolles Päckchen ein. Es kommt ganz ohne Absender, dafür aber mit einem Brief und einem Plan, um ihr Leben vielleicht wieder auf die Reihe zu bekommen.

Wer verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Absender? Was steckt in dem Päckchen und kann man jemanden richtig kennen, den man nie wirklich getroffen hat?

Eine sommerlich-moderne Liebesgeschichte über digitale Freundschaften, alte Narben und echtes Vertrauen.

(Quelle: J. Vellguth)

Das Buch

Das Päckchen ist ein waschechter Liebesroman – sogar die „Schnulze des Jahres“ 2017 – und gehört damit zu einem Genre, zu dem ich eher selten greife. Anders als Erik von Zwischen Buchdeckeln, dem ich es zu verdanken habe, dass Das Päckchen ein neues Zuhause in meinem Bücherregal gefunden hat. Der Roman hat ihn so begeistert (Stichwort: Jahreshighlight), dass er ihn kurzerhand zum zweijährigen Bestehen seines Blogs letzten Sommer verlost hat. Schnuppert ruhig mal in seine ausführliche Rezension rein, wenn ihr noch eine zweite Meinung lesen wollt. :)

Emma ist eine Protagonistin, mit der sich wohl viele von uns identifizieren können: Ihr Herz schlägt für Bücher, die sie auf ihrem YouTube-Kanal einer überschaubaren Anzahl an Followern präsentiert, und arbeitet zudem in einer Bücherei für Kinder und Jugendliche.

„Emma wollte nach zwei Wochen Urlaub nichts lieber als zurück zu ihren Geschichten. Endlose Reihen aus unbekannten Welten und fremden Universen. Dazwischen eine Schar von Kindern auf der Suche nach ihrem nächsten großen Abenteuer.“

(J. Vellguth, Das Päckchen, S.5)

Emma hat also beste Voraussetzungen, sich den ein oder anderen Sympathiepunkt zu verdienen. Und das tut sie auch. Sie ist tollpatschig und idealistisch. Deshalb setzt sie auch alle Hebel in Bewegung, als – oh Schreck – die Bücherei wegen eines Wasserschadens schließen muss. Ihre Idee: eine Spendenaktion. Doch was Emma anzubieten hat, ist … recht wenig. Bis ihr ein anonymer Absender ein Paket schickt – mitsamt eines Planes, wie man die Bücherei doch retten kann.

Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Der Inhalt des Päckchens kann sich wirklich sehen lassen. Und hat mit einem Autor zu tun – Richard Taylor – den Emma abgöttisch verehrt. (Hallo, Fangirl!)

Ich gebe offen zu: Nach dem ersten Kapitel war ich skeptisch. Dieses Art Skepsis, die man empfindet, wenn man schon nach den ersten Sätzen ahnt, in welche Richtung sich die Handlung des Romans entwickeln wird. Aber (und das hat mich wirklich überrascht) sobald Emma Kontakt zu Lucas, dem Absender des mysteriösen Päckchens, aufnimmt, entwickelt die Geschichte einen Charme, der mich um den kleinen Finger gewickelt hat. Daran ist auch das Einhorn Konrad nicht ganz unschuldig.

„Worüber hatten sie schon gesprochen?
Über Verlosungen, Probepäckchen und Einhörner.
Nicht gerade etwas, das man ein tiefschürfendes Gespräch nennen konnte.“

(J. Vellguth, Das Päckchen, S. 43)

Wie sich die beiden virtuell näher kommen, ist unterhaltsam geschrieben – und oft so witzig, dass ich laut lachen musste. Allerdings habe ich beim Lesen den gesamten Roman über ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Von Schmachten, weil einige Szenen wirklich toll waren, bis hin zu Augenrollen über so manche liebesromantypische, zuckergusstriefende Formulierung war alles dabei. Vellguths Stil ist locker-leicht und humorvoll – und Das Päckchen lässt sich rasch lesen.

„‚Vielleicht verstehst du jetzt, weshalb ich ein wenig skeptisch bin, wenn jemand zu gut ist, um wahr zu sein.‘
‚Ich bin also zu gut, um wahr zu sein?‘
‚Hey, du schickst mir Päckchen und behauptest, du willst mir helfen, da muss doch irgendwas faul sein.‘“ 

(J. Vellguth, Das Päckchen, S.60)

Das Päckchen ist ein Wohlfühlroman, aber nicht zu 100% meins – daran konnte selbst Konrads Einhornzauber nichts ändern. Für meinen Geschmack war der Plot stellenweise zu vorhersehbar – und arg konstruiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Autorin ein Potpourri verschiedener Liebesroman-Motive mischt, um eine möglichst eingängige, gut verkäufliche Geschichte zu erzählen. Das ist nicht negativ gemeint, denn es funktioniert. Das Päckchen wird sehr viele Leserinnen und Leser ansprechen, da bin ich mir sicher. Allein jeder, der Bücher liebt und sich in irgendeiner Form mit Literatur beschäftigt, wird sich in der BookTuberin Emma wiedererkennen.

Fazit

Wer Bücher liebt und auf der Suche nach locker-leichter Unterhaltung ist, dem kann ich Das Päckchen nur empfehlen. Perfekte Lektüre für einen Nachmittag in der Sonne – sei es am Strand oder im Park.

 Über die Autorin

Jacqueline Vellguth bzw. ihr Blog Schriftstellerwerden begleitet mich schon, seit ich meine eigenen ersten Schreibversuche unternommen habe. Viele ihrer Posts zum Handwerk, das hinter den Geschichten steckt, waren eine echte Offenbarung für mich – und sind es auch heute noch. Definitiv einen Klick wert!

Ein Buchpaket und ein Dankeschön :)

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Hallo Buchfreunde,

dieses tolle Paket, das ihr auf dem Foto unten seht, hat mich gestern erreicht. Höchste Zeit, also, meinem geschätzten Blogger- und Autorenkollegen Erik Huyoff

Danke

zu sagen. :) Vor ein paar Wochen hat Erik nämlich ein Gewinnspiel anlässlich seines zweiten Blogggeburtstags veranstaltet. Dazu hat er seine Leser aufgefordert, einen Namen für die Gefährtin seines Einhorns Konrad vorzuschlagen.

Unter all den tollen Ideen hat er sich schließlich für meine entschieden – und ein bezauberndes Gewinnpaket gepackt. :) Darin waren …

  • Tee – passt perfekt zu einem stürmischen Herbsttag, einer kuscheligen Decke und einem guten Buch ^^
  • Süßigkeiten
  • Lesezeichen und andere Buchgoodies
  • eine persönliche Nachricht auf einer Postkarte

und der Hauptgewinn:

  • der Roman Das Päckchen  von Jacqueline Vellguth – inklusive eines super niedlichen Eulen-Lesezeichens von Lovelybooks.

Ein bisschen habe ich schon in den Roman reingeschnuppert, bevor er vorübergehend auf meinen SUB zieht – ich denke, das Buch könnte mir gefallen.

An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an Erik!

Liebe Grüße
Anna