[Veröffentlichung] Des Herzens finsteres Begehren (Kurzgeschichte)

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Ihr Lieben,
als ich vor ein paar Tagen eine Büchersendung aus dem Postkasten geangelt habe, war ich ziemlich überrascht – ich hatte (ausnahmsweise ^^) gar nichts bestellt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gemerkt habe, dass es mein Belegexemplar für die Anthologie Auf düsteren Wegen. Horrorgeschichten aus dem Mittelalter war. :)

Hier sind einmal die Eckdaten zur Anthologie auf einem Blick:

 

Titel: Auf düsteren Wegen. Horrorgeschichten aus dem Mittelalter
Herausgeber: Detlef Klewer
Verlag: Burgenwelt Verlag
Seiten: 324
Format: Taschenbuch/E-Book
Preis: 13, 90€/ 4,99€
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2017
Genre: historische Horror-Anthologie

Bildrechte liegen beim Burgenwelt Verlag

Klappentext

Das Mittelalter … Kaum eine andere Epoche bringt so schauerliche Geschichten hervor! Eine Zeit, in der Aberglaube und Furcht vor Magie die Vorstellungskraft befeuerten, die Grenze zwischen Erklärbarem und Übernatürlichem im Nebel lag und grauenhafte Geschehnisse schweigsamere Zeugen fanden als heute.

Unaussprechliches lauert in den zwielichtigen Tavernen, den finsteren Burgen, den schummerigen Gassen, die allesamt Schauplätze der Geschichten in diesem Buch sind. Wir begegnen dämonischen Kindern, grausigen Wesen, sind Zeuge magischer Rituale – 16 Autorinnen und Autoren überschreiten die Grenze von Albtraum und Realität. Doch Achtung: Manchmal versteckt sich das Böse auch hinter einem menschlichen Antlitz!

Nach der erfolgreichen ersten Horror-Anthologie des Burgenwelt Verlages (»Auf finsteren Pfaden«) gibt es nun unter der Herausgeberschaft von Detlef Klewer eine erlesene Auswahl neuer schauriger Erzählungen, frisch zwischen zwei Buchdeckel gebannt.

Mit Geschichten von:
Anton Vogel | Anke Elsner | Christine Jurasek | Bernd Schmitt | Anna Eichenbach | Matthias Ernst | Tanja Brink | Alvar Borgan | Daniel Stögerer | Detlef Klewer | Philipp Bügel | Erik Huyoff | Olaf Stieglitz | Ute Zembsch | Nina Casement | Manfred Lafrentz

(Quelle: Burgenwelt Verlag)

Nach dem Erfolg der ersten Horror-Anthologie Auf finsteren Pfaden, die 2015 erschien, hat sich der Burgenwelt Verlag in diesem Jahr erneut auf die Suche nach Geschichten gemacht, die Geheimnisvolles und Schauerliches erzählen. Die Herausgeberschaft hat diesmal Detlef Klewer übernommen, der sich nicht nur für das grandiose Cover und die detailverliebten Illustrationen, die auf die jeweilige Geschichte abgestimmt sind, verantwortlich zeigt, sondern selbst einen Text zur Sammlung beigesteuert hat.

Für mich ist es das nunmehr dritte Mal, dass eine Kurzgeschichte aus meiner Feder für eine Burgenwelt-Anthologie ausgewählt wurde – und das, obwohl Horror mir eigentlich nicht liegt und sich die Geschichte beim Schreiben lange Zeit mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hat, auf Papier gebannt zu werden. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war wieder herrlich – vielen lieben Dank an dieser Stelle! Weiter an meinem Text feilen zu dürfen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht – und durch das intensive Lektorat konnte ich Einiges dazulernen.

Aber was wäre dieser Post, wenn ich euch nicht wenigstens einen kleinen Einblick in meine Geschichte gewähren würde – so als kleiner Appetithappen? :)

Darum geht es in Des Herzens finsteres Begehren:

„Wulfric, es gibt … Mächte, die zu groß sind, als dass ein Mensch sie beherrschen könnte. Geheimnisse, die zu gefährlich sind, als dass er sie lüften sollte. Ein solches hast du entdeckt.“

(aus: Anna Eichenbach, Des Herzens finsteres Begehren, in: Auf düsteren Wegen (Burgenwelt Verlag), S. 106)

Ein Mann. Ein seltsames Artefakt. Und der Reiz, alles zu haben, was das Herz begehrt. Wulfric bekommt es mit einem Geheimnis zu tun, das sein Freund aus dem Heiligen Land mitgebracht hat. Doch umso mehr sich Wulfrics sehnlichste Wünsche erfüllen, umso mehr verfällt er dem Zauberbann des Artefakts, das nie hätte geschaffen werden dürfen.

Meine Kurzgeschichte sollte düster werden, im Erzählton einer alten Sage oder eines finsteren Märchens. Ob mir das gelungen ist und meine Erzählung beim Lesen einen wohligen Schauder erzeugt – das zu beurteilen überlasse ich meinen Lesern. Heute hat mich über Twitter jedenfalls schon das wundervolle Lob eines Lesers erreicht, der meine Geschichte zu seinem Favoriten aus der Sammlung erkoren hat. Da schlägt das Autorenherz gleich höher. :)

Vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen neugierig auf die Anthologie machen.

Eure Anna :)

 

 

 

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[Kurzvorstellung] Martin Luther – Aus dem Leben einer Legende (Reformation III)

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Liebe Zeitenwanderer,
anlässlich des großen Jubiläums 500 Jahre Reformation, das in diesem Jahr gefeiert wird (und sogar einen Feiertag wert ist :) ), möchte ich die Gelegenheit nutzen, euch ein Buch vorzustellen, das sich dem Mythos Martin Luther aus verschiedenen literarischen Perspektiven in fiktiven Erzählungen annähert.

Auf einen Blick

 

Titel: Martin Luther – Aus dem Leben einer Legende
Herausgeberin: Jana Hoffhenke
Verlag: Burgenwelt Verlag
Seiten: 230
Format: Taschenbuch/E-Book
Preis: 13, 90€/ 3,99€
Erscheinungsdatum: März 2017
Genre: historische Anthologie

Bildrechte liegen beim Burgenwelt Verlag

Klappentext

Für die einen ein Heiliger, für andere ein Ketzer – Martin Luther erschütterte im 16. Jahrhundert die Grundfesten der katholischen Kirche, die er mit der Verbreitung seiner Ansichten herausforderte. 500 Jahre ist Martin Luthers berühmter Thesenanschlag her, der den Stein ins Rollen brachte. Die Geschichten über sein Leben und seinen Glauben sind bis heute fesselnd und brisant.
17 Autorinnen und Autoren haben für diese Anthologie die Feder geschwungen und Überlieferungen aufgegriffen, weitergesponnen und zuweilen höchst kreativ ausgeschmückt. Folgen Sie mit dieser Sammlung kurzweiliger Erzählungen der Spur Luthers und den prägenden Erlebnissen seines Lebens, beginnend in seiner Kindheit bis hin zu seinem Tod und dem, was er der Nachwelt hinterließ.

(Quelle: Burgenwelt Verlag)

Die Anthologie

Im vergangenen Jahr hat der Bremer Burgenwelt Verlag Autorinnen und Autoren dazu aufgerufen, dem Mythos Luther auf den Grund zu gehen und die ein oder andere Facette des Reformators aufzudecken, die so nicht in den Geschichtsbüchern überliefert ist. Herausgekommen ist dabei eine abwechslungsreiche Anthologie, die auf Luthers Spuren wandelt – und zu der ich eine Erzählung beisteuern durfte. Die 17 Geschichten sind dabei teils aus seiner Sicht erzählt, teils kommen aber auch Weggefährten wie seine Frau Katharina zu Wort, die Überraschendes über den Reformator offenbaren.

Der historische Kontext – Luthers Ziele

In letzter Zeit waren Luther und die Reformation in den Medien omnipräsent. Die meisten Darstellungen zeichnen Luther jedoch als Revolutionär, der einen völligen Umsturz des Kirchensystems erreichen wollte. Das stimmt so nicht.

Wie der Begriff der „Re-formation“ (lat. reformare, wiederherstellen) schon verrät, wollte Luther zurück. Zurück zur alten Kirche, deren Repräsentanten noch gemäß des christlichen Armutsideals lebten. Dass seine Thesen dabei so viel Anklang fanden, verdankt sich vor allem der Erfindung des Buchdrucks, der es ermöglichte, Luthers Flugschriften im ganzen Land zu verbreiten.

Vorgänger und Wegbegleiter

Oft wird auch vergessen, dass Luthers Thesen nicht aus dem Nichts kamen. Schon in den letzten beiden Monaten habe ich hier Luthers Vorgänger vorgestellt – John Wyclif und Jan Hus – deren Ideen sicherlich auch den Wittenberger Reformator beeinflusst haben. Doch nicht minder wichtig sind Luthers Weggefährten, die sich unermüdlich an seiner Seite für die Reformation einsetzen. Einen von ihnen, Philipp Melanchthon, lasse ich in meiner Kurzgeschichte Von Bauern, Ochsen und einem Schwan zu Wort kommen.

„Philipp Melanchthon hatte sich einen Namen gemacht. Er hatte sich
Respekt verdient. Vielleicht auch, weil er Umgang mit einem Mann
pflegte, der die Gemüter der Menschen wie kein zweiter bewegte.
Im Guten wie im Schlechten, dachte er, nicht ohne eine Spur von
Besorgnis.“

(Anna Eichenbach, Von Bauern, Ochsen und einem Schwan, in: Martin Luther – Aus dem Leben einer Legende, S. 202)

Die Erzählung spielt im Wittenberg des Jahres 1525 – einer politisch unruhigen Zeit. Angeregt durch eine Fehlinterpretation einer der Schriften Luthers erheben sich die Bauern in den sog. „Bauernkriegen“ gegen die Herrscher. Luther selbst befindet sich in einer brenzligen politischen Situation – und beschließt trotz der Kriegswirren die entflohene Nonne Katharina von Bora zu heiraten, sehr zum Missfallen seines Freundes Philipp.

Vor diesem historischen Hintergrund unterhalten sich Melanchthon und Luther über die aktuelle politische Situation, die Hoffnungen, die sie an ihre Glaubensbewegung knüpfen – und streiten herrlich bibelfest über Sinn und Unsinn der Ehe.

Ein derartiger Dialog zwischen Luther und Melanchthon (der nebenbei bemerkt Luther zu seiner Bibelübersetzung angeregt hat) wird wohl nie stattgefunden haben. Dennoch ist es interessant, sich vorzustellen, wie Luthers Weggefährten diesen Mann wahrgenommen haben, der nur seine eigene Meinung gelten ließ – und wie es sich in seinem Schatten lebte.

Mit Von Bauern, Ochsen und einem Schwan wollte ich gern einen anderen Blick auf Luther eröffnen, von dem es in vielen Quellen heißt, dass er ein schwieriger Zeitgenosse gewesen sei. Philipp Melanchthon, der Praeceptor Germaniae, stritt noch bis zu seinem eigenen Tod für die Reformation. Damit war er der einzige Reformator, der die Bewegung von ihrer Entstehung bis zu ihrem Ende miterlebte.

Nun zurück zur Anthologie:

Neben dem umwerfenden Cover aus der Kreativschmiede von Detlef Klever punktet auch das Layout mit viel Liebe zum Detail. Besonders freue ich mich auch darüber, dass Erik Huyoff von Zwischen Buchdeckeln in der Anthologie vertreten ist. In seiner Geschichte Heilige Anna, hilf! widmet er sich dem Ereignis, das Luther dazu bewegt, ins Kloster einzutreten – sehr lesenswert.

Die verschiedenen Kurzgeschichten sind insgesamt chronologisch angeordnet, so dass sie sich zu einer (fiktiven) Biographie ergänzen – angefangen bei Erlebnissen aus Luthers frühster Kindheit über seine Bekehrung bis hin zu seinem Tod.