Tintenfässchen – Mein Schreibjahr 2018 | Dem Traum vom Autorenleben ein Stück näher

[Der folgende Beitrag enthält Spuren von Eigenwerbung]

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum ersten von insgesamt zwei Jahresrückblicken!

Meine Lesehighlights 2018 werde ich euch morgen präsentieren. In diesem Beitrag dreht sich alles – wie ihr es vom Tintenfässchen gewohnt seid – ums Thema Schreiben. Dabei möchte ich nicht nur auf die vergangenen Monate zurückblicken (und meinen längst fälligen NaNo-Erfahrungsbericht mit euch teilen). Vielmehr habe ich noch großartige Neuigkeiten für das kommende Jahr für euch im Gepäck. (s. u.) 

Ein Jahr voller erster Male

2018 war für mich tatsächlich ein Jahr, indem ich viele Dinge, die eigentlich zum Autorenleben dazugehören, zum ersten Mal gemacht habe. Dazu gehört unter anderem auch, einen Roman zu überarbeiten. Manuskripte habe ich zwar schon einige

Recherchereise nach Dänemark.

in der Schublade liegen, sie allerdings nach dem E*N*D*E nur in den seltensten Fällen wieder zur Hand genommen, um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Das war in diesem Jahr anders. Schuld daran ist Wellensang (Arbeitstitel), der erste historische Roman, den ich in meinem Autorenleben geschrieben habe. Historische Kurzgeschichten sind das eine – und für jemanden wie mich, dessen Wurzeln eigentlich in der Fantasy liegen, war dieses Projekt eine große Herausforderung, an der ich gewachsen bin.

Bei der Überabreitung des Manuskripts erging es mir wie so oft beim Schreiben: Ich musste erstmal herausfinden, welche Weise für mich persönlich geeignet ist, um das Beste aus dem Manuskript herauszuholen. (Wenn ihr Tipps für mich habt: Immer her damit!) Perfektioniert ist diese Vorgehensweise sicher noch nicht, aber ich werde daran arbeiten, sie noch zu verfeinern – und meine Erfahrungen dann mit euch teilen. 

In die Überarbeitung von Wellensang habe ich etwa drei Monate investiert. Daneben (und neben dem großen Schreibprojekt „Bachelorarbeit“, das im Sommer anstand) blieb nicht viel Zeit zum Schreiben. Mein gesetztes Jahresziel von 100.000 Wörtern habe ich mit 68.267 Wörtern verpasst. Dass ich trotzdem so gut dastehe, verdanke ich vor allem dem NaNo.

NaNoWriMo 2018 – Wenn dich der Ehrgeiz packt

Kurz zur Erklärung: Im NaNo versuchen Autoren weltweit, einen Roman von 50.000 Wörtern in nur 30 Tagen zu schreiben. Ich habe mich an einen historischen Roman gewagt – Sturmsang – der lose mit Wellensang verbunden ist. In den ersten Tagen habe ich mich selbst überrascht: Das Schreiben ging mir leicht von der Hand, die Figuren haben sich wundervoll angefühlt und ich bin regelrecht in der Geschichte versunken. Mein Wordcount war eine ganze Weil grün und es sah so aus, als könnte ich den NaNo in diesem Jahr zum ersten Mal gewinnen. Ehrgeiz hat mich gepackt, ich habe in jeder freien Minute geschrieben. Dann kam der Tag, an dem ich einsehen musste, dass ich es nicht schaffen werde. Der erste Tag, an dem mein Wordcount in den roten Bereich gerutscht ist.

Ganz egal, wie oft ich im Vorfeld beteuert habe, dass es mir in erster Linie um den Spaß am Schreiben und am NaNo geht, war es doch … niederschmetternd, den roten Balken anwachsen zu sehen. Dieses Gefühl dauerte zum Glück nicht lang an. Ende November habe ich stolze 31.037 Wörter geschafft – unglaublich für jemanden wie mich, der im Monat normalerweise keine 10k schafft – und die Geschichte bis zu genau dem Punkt erzählen können, zu dem ich kommen wollte. Momentan überarbeite ich den Text, der im NaNo entstanden ist, und stürze mich danach wieder ins Schreiben. Meine Wikinger haben es mir einfach angetan.

Kurzgeschichten und der Writing Friday

Meine Kurzgeschichten-Bilanz kann sich 2018 wirklich sehen lassen, finde ich. Insgesamt habe ich fünf Geschichten für Ausschreibungen verfasst (davon 2x Science Fiction, 1x Steampunk, 1x Fantasy, 1x historisch). Eine davon ist noch nicht ausgewertet. Bei den anderen habe ich zwei Absagen und zwei Zusagen bekommen. Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass 2019 ich erneut eine historische Kurzgeschichte zum Thema Pest in einer Anthologie des Burgenwelt Verlags veröffentlichen werde. Die andere Geschichte erscheint im Eridanus Verlag (Science Fiction).

In diesem Jahr durfte ich mich auch über meine erste Veröffentlichung im Verlag Tosten Low freuen. Meine Geschichte Feuerfunken hat es von 175 Einsendungen unter die 25 besten Beiträge der Storyolympiade 2017/2018 geschafft. Die Anthologie stelle ich euch ***hier*** vor. Einen Überblick über alle bisher erschienen Kurzgeschichten aus meiner Feder könnt ihr ***hier*** einsehen.

Aber auch auf meinem Blog hat das Schreiben (endlich) größeren Raum bekommen – und das nicht nur im Rahmen des Tintenfässchens. Beim Writing Friday – einer wöchentlichen Aktion, bei der es um kreatives Schreiben geht – habe ich euch insgesamt 19 kurze Geschichten präsentieren können. Wer ein bisschen schmökern möchte: ***Hier** findet ihr eine Übersicht. Die Aktion hat mir so viel Spaß gemacht und ich habe so viele talentierte Autorinnen und Autoren kennen gelernt, dass ich im nächsten Jahr wieder am Writing Friday teilnehme.

Dem Traum vom Autorenleben ein Stück näher – der erste Romanvertrag

Ja, was soll ich sagen? So ein überarbeitetes Manuskript ist schon eine tolle Sache, aber zu Schade für die Schublade. Also habe ich ein Exposé geschrieben (noch so eine Premiere) und das Projekt bei einem Verlag vorgestellt.

Leute, meine erste Verlagsbewerbung! Meine Güte, war das aufregend. Um ein Haar hätte ich mich nicht getraut – aber ich bin froh, dass ich es getan habe, denn … ich habe im Dezember meinen ersten Romanvertrag unterzeichnet!

Ich kann es immer noch nicht fassen, dass schon nächsten Herbst mein lang gehegter Herzenswunsch in Erfüllung gehen wird. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Verlag diese Neuigkeiten schon längst bekannt gegeben hat, und ich hinterherhinke. ^^

Meine Wikinger haben tatsächlich einen Ankerplatz im Burgenwelt Verlag gefunden. Nachdem ich mit Jana Hoffhenke schon bei mehreren Anthologien zusammenarbeiten durfte, war ihr Verlag meine erste Wahl für die Umsetzung dieses Projekts. Auch wenn ich theoretisch weiß, welche Schritte vor mir liegen, bevor das Buch im Herbst erscheinen kann, wartet nun doch eine aufregende Reise auf mich. Wenn ihr mögt, dann begleitet mich doch. Ich werde euch regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Jetzt habe ich euch aber genug zugetextet. Morgen geht es hier weiter mit meinem buchigen Jahresrückblick.  :)

Wir lesen uns!
Eure Anna

7 Gedanken zu “Tintenfässchen – Mein Schreibjahr 2018 | Dem Traum vom Autorenleben ein Stück näher

  1. Pingback: Buchhighlights 2018| alte Bekannte und neue Genres | Welt aus Tinte und Papier

  2. Herzlichen Glückwunsch liebe Anna! <3 Der Wahnsinn! Ich freue mich so für dich und bin schon ganz gespannt auf deine Wikinger. :)
    Liebste Grüße,
    Ida

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