[Herzensbücher] Bernhard Hennen – Die Elfen

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Heute ist Freitag, doch statt euch wie sonst einen neuen kreativen Text zum #Writing Friday zu präsentieren, nehme ich heute an einer anderen tollen Blogaktion teil, die ich vor kurzem entdeckt habe. Die Rede ist von der Reihe Herzensbücher, die Janika (Zeilenwanderer) und Sabrina (Literally Sabrina) ins Leben gerufen haben. Immer am 20. eines Monats bekommen diese Bücher ihren großen Auftritt – in einem Beitrag, den man gestalten kann, wie man möchte, der aber nicht länger als 500 Worte sein sollte.

Damit ein Roman für mich zu einem Herzensbuch wird, muss vieles stimmen: Das Setting, die Figuren, der Schreibstil. Doch ein echtes Herzensbuch ist für mich nicht nur ein All-time-Favourite, sondern auch ein Roman, mit dem ich besondere Erinnerungen verbinde. So wie mit Bernhard Hennens Die Elfen. Mein erster Ausflug in die High-Fantasy (im zarten Alter von etwa 13 Jahren), durch den ich die Jugenbuchphase größtenteils übersprungen habe. Denn Hennens Roman entführte mich in Welten, die ich nicht wieder verlassen wollte. Aber lest selbst.


Bernhard Hennen – Die Elfen

Darum geht’s

Verborgen vor den Augen der Menschen, geschützt durch magische Pforten, liegt das Reich der Elfen: Albenmark. Doch ihre Welt ist bedroht, denn ein gefährlicher Feind schickt sich an, das Volk der Elfen für immer zu vernichten. Die Elfenkönigin Emerelle schickt Farodin und Nuramon — die kühnsten Krieger Albenmarks und Rivalen um die Gunst der Zauberin Noroelle — aus, um Albenmark zu retten. Vor ihnen liegt eine gefährliche Reise durch verschiedene Zeiten und Welten, an deren Ende sich das Schicksal eines ganzen Volkes entscheiden wird.

(Quelle: Heyne)

 

… dabei werden sie von Mandred, einem Menschen aus dem Fjordland, begleitet. Die drei Gefährten könnten unterschiedlicher nicht sein. Mandred ist ein raubeiniger Draufgänger. Farodin ein edler, unterkühlter Recke und Nuramon umgeben nicht weniger Geheimnisse als den anderen Elf. Auch wenn es den Dreien zunächst schwer fällt, sich zusammenzuraufen, sind sie doch ein unschlagbares Team. Mit ihren vielschichtigen Charakterzügen und Motiven sind sie mir so rasch ans Herz gewachsen, dass ich in den packenden, temporeichen Kampfszenen wirklich um sie gebangt habe.

Setting und Handlung des Romans sind komplex. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht verschiedener Perspektivträger erzählt, überwiegend jedoch aus der Perspektive von Farodin, Nuramon und Mandred. Hennen und sein Coautor James A. Sullivan (der gern mal vergessen wird – zu Unrecht! Auch sein Jahre später erschienener Nuramon ist eine klare Leseempfehlung) verstehen es meisterlich, die verschiedenen Handlungsstränge zu einem dichten Gewebe zu fügen, das von der ersten Seite an fesselt. Die Elfen punkten zudem mit epischen Schlachten (in denen gern und viel Blut fließt) und einer tragischen Liebesgeschichte, die mehr als nur ein Opfer fordert und über Zeiten und Welten reicht.

Mit Versatzstücken aus Geschichte und Mythologie verschiedener Kulturkreise schafft Hennen eine imposante, detailverliebte Welt voller Wunder und magischer Geschöpfe. Ich kann die Stunden gar nicht mehr zählen, die ich im schneebedeckten Fjordland oder der Albenmark, dem Reich der Elfen, verbracht habe – auch dank der großen Zahl an Fortsetzungen, die zu den Elfen erschienen sind, sowie der Drachenelfen-Reihe, die tief in die Vorgeschichte der Albenmark eintaucht.

Bernhard Hennen versteht es wie kaum ein zweiter, mit seinen Worten beeindruckende Landschaften vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen. Sein Stil ist … unglaublich und ich bin süchtig nach der Art, wie er seine Geschichten erzählt.

Die Elfen hat alles, was einen guten Roman für mich ausmacht: Eine komplexe Geschichte, die märchenhaft und zugleich temporeich erzählt wird, voller düsterer Bedrohungen, packender Kampfszenen, Magie und großen Gefühlen. Mit fein gezeichneten, vielschichtigen Charakteren und einem Schreibstil, der mich alles andere um mich herum vergessen lässt. Einer meiner absoluten Lieblingsromane, nach dem mich lange Zeit kein Buch mehr so begeistern konnte. <3

8 Gedanken zu “[Herzensbücher] Bernhard Hennen – Die Elfen

  1. Du hat so recht. Die Bücher von Bernhard Hennen gehören auch zu meinen absoluten Lieblingsbücher. Mein absoluter Lieblingscharakter ist Ollowain. Diese Bücher lassen mich einfach nie los. Sie sind einfach fantastisch.
    Hast du auch alle anderen Bücher gelesen oder „nur“ die Elfen?
    Ich habe zu den Büchern mal eine sehr ausführliche Reihenvorstellung gemacht. Vielleicht möchtest du einmal hier vorbeischauen.

    LG und ein schönes Wochenende wünsche ich dir!

    • Oh, noch ein Hennen-Fan. :) Ollowain ist wirklich cool – und die ganzen Leben, die er schon gelebt habt … Die Fortsetzungen zu „Die Elfen“ (inkl. „Nuramon“) habe ich auch gelesen und mit den Drachenelfen zumindest angefangen.

      Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Kommentar! :)

  2. Liebe Anna,
    ich freue mich so sehr, dass auch du mit dabei bist! Wirklich!
    „Die Elfen“ habe ich schon seit längerem ins Auge gefasst, nun steht es definitiv auf meiner Wunschliste!
    Ich finde, die Handlung klingt super spannend und wenn dich dazu sämtliche weitere Aspekte überzeugen konnten, muss ich mir die Geschichte unbedingt zulegen. Ich bin ja auch ein großer Freund der guten Fantasy 😍
    Liebe Grüße,
    Janika

    • Hallo Janika,
      mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht, mich an eurer Aktion zu beteiligen. Und es gibt noch sooo viele tolle Bücher, die ich für die Herzensbücher vorstellen könnte. * seufz *

      Mich freut es, dass ich dir mit meinem Beitrag einen kleinen Anstoß gegeben habe, die den Roman nochmal anzuschauen. Du wirst es nicht bereuen (denke und hoffe ich). :)
      Liebe Grüße,
      Anna

  3. Die Elfen war – und ist – meine liebste deutsche High-Fantasy-Saga und definitiv auch in meinen All-TIme-Highlights. Bernhard Hennens Buchreihe ist sooo toll – und die Charaktere ein Traum. Vor allem Emerelle ist mir im Laufe der gesamten Reihe doch (etwas unerwartet) sehr ans Herz gewachsen – und natürlich Ollowain, ihr weißer Ritter. Ich müsste sie unbedingt mal wieder (zum x-ten Mal lesen) – und dann zusammen mit den Drachenelfen, die bei mir fröhlich subben.

    • Oh ja, für mich gibt es auch kaum eine Buchreihe, die mich so überzeugen konnte. Ist auch schwierig, wo die Elfen die Messlatte doch ganz schön hoch gelegt haben. :) Falls es dich beruhigt: Die Drachenelfen subben bei mir auch – bis auf den ersten Band (und der war richtig klasse).

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