[Rezension] Andreas Suchanek – Aurafeuer (DEdM I)

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„Und während pures Feuer durch seine Adern floss, erwachte tief in seinem Innern das Erbe der Macht.“

(Andreas Suchanek, Aurafeuer, S.6 E-Book)

Aurafeuer, der Auftakt zur Das Erbe der Macht-Serie, entführt in einen packenden Kampf zwischen Gut und Böse.

Auf einen Blick:

 

Titel: Aurafeuer
Reihe: Das Erbe der Macht 1
Autor: Andreas Suchanek
Verlag: Greenlight Press
Seiten: 120
Format: E-Book
Preis: 2, 49€
Erscheinungsdatum: 30. September 2016
Genre: Urban Fantasy

Bildrechte liegen bei der Greenlight Press

 

Klappentext

Die Welt, wie du sie kennst, ist eine Lüge!
Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jennifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss.
Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern.
Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Die Lichtkämpfer und der Rat des Lichts – Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci, und weitere Größen der Menschheitsgeschichte – stellen sich gegen das Böse.
Platz 3 als Buchliebling 2016 bei „Was liest du?“!
Nominiert für den Lovelybooks Lesepreis 2016!
Nominiert für den Skoutz-Award 2017!
Nominiert für den Deutschen Phantastrik Preis 2017 in „Beste Serie“! (Quelle: Greenlight Press)

Das Buch

Aurafeuer ist der Auftakt zu Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe Das Erbe der Macht, die momentan 10 Bände umfasst (Stand: November 2017) und von der jeden Monat eine weitere Episode in der Greenligth Press erscheint – zunächst als E-Book, nach drei Monaten auch als Hardcover-Sammelband, der jeweils drei Episoden enthält.

Im Kern geht es in Das Erbe der Macht um die schon Jahrhunderte währende Auseinandersetzung von Licht- und Schattenkämpfern – und in deren Folge um nichts Geringeres als um das Fortbestehen der nichtmagischen Welt. Im Prolog erleben wir live mit, wie das Erbe der Macht in einem neuen Auserwählten erwacht: In Alexander Kent, der nicht so recht weiß, wie ihm geschieht, als ihm die Lichtkämpferin Jennifer „Jen“ Danvers eröffnet, dass sich sein Leben nun von Grund auf ändern wird.

Gemeinsam mit Alex lernt der Leser die Welt – oder besser gesagt: Den Kosmos der Serie kennen, denn der Autor verwendet so viel Mühe darauf, ein in sich stimmiges Setting zu kreieren, dass man vor der Komplexität der magischen Welt und ihrer Regeln nur den Hut ziehen kann. Magier und Nichtmagier (die „Nimags“) leben in einer Art Parallelgesellschaft, zumindest hat es der Kampf gegen die Schattenkämpfer irgendwann nötig gemacht, die Erinnerungen der Nimags an jegliche Art der Magie zu löschen.

Auch wie Magie in der Welt der Serie funktioniert, ist interessant: Es gibt Auren und Sigile. Erinnerungen an Zauber und Weiteres, die man erbt, wenn man neu erweckt wird, die jedoch verblassen, wenn man sie nicht durch Studien vertieft. Spezialgebiete der Magie, Essenzstäbe (aka. Zauberstäbe), Portale, magische Artefakte und und und. Das alles ist zweifellos faszinierend, allerdings habe ich mich mit dem Einstieg in die Geschichte schwer getan. Insbesondere das erste Drittel des Buches dient der Einführung in die Welt. Viele Informationen werden jedoch wenig elegant in die Erzählung eingeflochten, so dass die Handlung noch nicht richtig in Fahrt kommt.

Aurafeuer wird nicht nur aus der Sicht von Alex und Jen erzählt, sondern auch andere Lichtkämpfer kommen zu Wort. Obwohl Jens Team eine coole Truppe ist, sind mir die Protagonisten seltsam fern geblieben. Oft agieren sie gewollt lässig oder sarkastisch, schießen meiner Meinung nach aber über das Ziel hinaus. Der einzige, der so etwas wie Sympathie in mir wecken konnte, ist der Unsterbliche Leonardo Da Vinci – denn genau, wie es der Klappentext verspricht, offenbart der Autor Erkenntnisse über den Lauf der Geschichte, die so in keinem Geschichtsbuch stehen.

Für mich als historisch Interessierte ist das ein großer Pluspunkt von Das Erbe der Macht: Die Einbettung und Umdeutung historischer Ereignisse oder Persönlichkeiten im Kontext des Kampfes zwischen Licht- und Schattenkämpfern – der wahrlich weltgeschichtliche Ausmaße hat.

Im Castillo, dem Hauptquartier der Lichtkämpfer, werden diese in den Tricks und Feinheiten der Magie unterrichtet. Ein urbanes Fantasysetting, in dem Jugendliche die Kunst der Zauberei erlernen, evoziert früher oder später immer den Vergleich zur Genregröße Harry Potter – den Suchaneks Figuren in Aurafeuer selbstbewusst und selbstironisch vorwegnehmen.

„‚Echt jetzt? Das hier ist Hogwarts?‘
(…)
‚Wenn ich das noch ein einziges Mal höre, lösche ich jede Erinnerung an diese Buchreihe.‘

(Andreas Suchanek, Aurafeuer, S. 31 E-Book))

Nein, Das Erbe der Macht ist wirklich nicht wie Harry Potter – und versucht auch gar nicht so zu sein, sondern ist herrlich eigenständig. :) Ab diesem Punkt konnte mich die Erzählung wirklich packen.

Natürlich schmieden auch die Schattenkämpfer fleißig Intrigen – und eine alte Feindin des Guten, die Schattenfrau, die Jen und ihren Freunden immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Dem Autor gelingt es so, Aurafeuer in eine ganz andere Richtung zu lenken. Auf wenigen Seiten wird viel Handlung geboten, ein Spannungsbogen, der zum Ende hin immer stärker anzieht – und neugierig auf den zweiten Band der Reihe macht.

Mit einem Augenzwinkern möchte ich euch allerdings ein Manko des Buches nicht vorenthalten: Alle Zaubersprüche in Das Erbe der Macht sind in einem hahnebüchenen, grammatisch falschen Latein, worauf der Autor erst im Anhang hinweist. Da blutete mir als eingefleischter Latinistin längst das Herz – aber das ist etwas, über das ich gern hinwegsehe. ^^

Fazit

Mit Aurafeuer entführt uns Andreas Suchanek in den faszinierenden, gut durchdachten Kosmos der Das Erbe der Macht-Reihe. Ein solider Auftakt, der Luft nach oben lässt, aber dennoch neugierig auf die Fortsetzung macht.

 Wissenswertes über den Autor

Andreas Suchanek ist ein echter Tausendsassa: Neben Das Erbe der Macht veröffentlicht er bei der Greenlight Press noch zwei weitere Serien, deren Episoden monatlich erscheinen: Heliosphere 2265(Science Fiction) und Ein M.O.R.D.S.-Team.

Vielen Dank an Andreas Suchanek und die Greenlight Press, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

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