[Rezension] Joanne K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind

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„Ich bin die neue Vergangenheit.
Ich bin die neue Zukunft.
Ich bin die Antwort, auf die
diese Welt gewartet hat.“

(Harry Potter und das verwunschene Kind, S. 236)

Der 26. Juni 1997 ist ein historisches Datum – zumindest für alle Bücherwürmer, denn mit dem Erscheinen des ersten Harry Potter-Bandes nahm ein Phänomen seinen Lauf, das Muggel auf der ganzen Welt verzauberte. 2016 folgte schließlich mit Das verwunschene Kind das lang ersehnte achte Abenteuer des wohl berühmtesten Zauberschülers der Welt – in Form eines Theaterstücks.

Auf einen Blick:
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Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind. Special Rehearsal Edition Script
Autoren: Joanne K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Verlag: Carlsen
Seiten: 334
Format: Hardcover/E-Book
Preis: 19,99€/14,99€
Erscheinungsdatum: September 2016

Bildrechte liegen beim Verlag

Harry Potter. Es gibt kaum zwei Worte, die mir solch einen wohligen Schauder über den Rücken jagen wie dieser Name. Er steht für durchlesene Nächte. Kindheit. Für Figuren, mit denen man gemeinsam gewachsen und erwachsen geworden ist.

Das verwunschene Kind setzt neunzehn Jahre nach den Geschehnissen des letzten Harry Potter-Buches an und basiert auf einer Idee von Joanne K. Rowling. Im Fokus steht allerdings – anders als der Titel es vermuten lässt – kein weiteres Abenteuer von Harry, sondern sein Sohn Albus.

Das verwunschene Kind lässt sich rasch runterlesen, was vor allem daran liegt, dass es als Theaterstück natürlich vorwiegend aus Dialogen besteht. In den ersten Szenen weht einem das vertraute Flair und der besondere Zauber von Hogwarts entgegen. Es fühlt sich an wie eine Heimkehr, eine Begegnung mit alten Freunden, die man eine Weile lang aus den Augen verloren hatte, doch denen man sich noch immer verbunden fühlt. Die Regieanweisungen und kurzen Beschreibungen des Settings genügen, um das Kopfkino – auch dank der Filme – auf Hochtouren laufen zu lassen.

Albus hat es schwer, Harrys Sohn zu sein. Das Verhältnis der beiden ist schwierig, unterkühlt. Albus glaubt, es seinem Vater niemals recht machen zu können – und kommt auf die irrwitzige Idee, die Vergangenheit ändern zu wollen. Mit seinem Freund Scorpius (Malfoy wohlgemerkt^^) im Schlepptau und einem Zeitumkehrer verschlimmbessert er jedoch alles. Und mit jeder weiteren Reise in die Vergangenheit droht der dunkle Lord stärker und stärker zu werden.

Die Handlung ist insgesamt kurzweilig und unterhaltsam, sofern man über das ein oder andere Logikloch hinwegsieht und sich tatsächlich auf die Skriptform einlässt. Auf der Bühne muss das Stück wirklich atemberaubend sein – schade, dass es zurzeit nur in London läuft.

Am besten hat mir gefallen, wie die Freundschaft zwischen Albus und Scorpius dargestellt wird. Die beiden sind wirklich herzerwärmend, wobei Scorpius für mich definitiv der heimliche Held der Geschichte ist. :)
Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit anderen Charakteren, die man aus der Harry-Potter-Reihe kennt und lieb gewonnen hat – auch wenn sich einige von ihnen ganz schön verändert haben.

Fazit

Das verwunschene Kind wird für viele eine nostalgische Zeitreise in die eigene Kindheit sein. Obwohl das Skript nicht an die heimelige Atmosphäre der Romane herankommt, weil dazu schlichtweg die Beschreibungen fehlen, kann ich das Buch dennoch jedem Potterhead ans Herz legen.

Was halter ihr von Harrys achtem Abenteuer? Konnte euch Das verwunschene Kind überzeugen – oder lasst ihr lieber die Finger von dem Skript?

7 Gedanken zu “[Rezension] Joanne K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind

  1. Hey!
    Eine wirklich tolle Rezension, ich sollte das Buch endlich mal lesen.
    Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Umsetzung. Auch wenn es sicherlich nicht an die Romane herankommt und eventuell auch nicht die gewohnte, heimelige Atmosphäre wie du sagst transportieren wird, freue ich mich trotzdem immer auf etwas Neues aus der Welt :)

    Liebe Grüße,
    Nicci

  2. Hey liebe Anna,
    Danke für diese schöne Rezension! Allein wegen dem Gefühl, wieder nach Hogwarts aufbrechen zu können, liebe ich dieses Buch. :D Auch wenn es sich vom Stil her von den übrigen Büchern der Reihe unterscheidet, hatte es auch diese spezielle Harry-Potter-Magie, die sich nicht leugnen lässt. Und du hast absolut recht – ich finde, Scorpius ist eindeutig der heimliche Held der Geschichte :)

    Liebste Grüße,
    Ida

    • Hallo Ida,
      vielen Dank für diesen tollen Kommentar. :) Das verwunschene Kind kann diesen alten Hogwarts-Harry-Potter-Flair wirklich wieder heraufbeschwören. Einfach magisch. :)

      Liebe Grüße,
      Anna

  3. Hallo Anna,
    es ist schön, dass du bei dem Buch auch darauf eingehst, dass e snur ein Skript ist. Das hat vielen wohl das Lesen verleidet. Ich habe es ebenso wie du genossen zu lesen. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es eines Tages auch, es auf der Bühne in London zu sehen.
    LIebe Grüße,
    Immi

    • Hallo Immi,
      vielen Dank für deinen Kommentar. :) Ich glaube auch, dass das Skript-Format für einige Leser sicher ungewohnt ist. Ich drück dir die Daumen, dass es klappt. :)
      Liebe Grüße,
      Anna

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