#Writing Friday – Nichts als Scherereien

 

Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn mit einem Mal erschien es ihm nicht mehr so klug, die Klinge zu ziehen. Unschlüssig ruhte seine Hand auf dem Schwertknauf. Doch statt ihm ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln oder seinen Herzschlag zu beruhigen, verstärkte das Gewicht der Waffe an seiner Seite seine Anspannung nur. Er erinnerte sich noch lebhaft daran, was beim letzten Mal geschehen war, als er auf das Schwert hatte zurückgreifen müssen. Dass ein Magier keine normale Klinge sein eigen nannte, damit hatte er gerechnet. Aber das konnte er nun wirklich nicht kommen sehen.
Verfluchter Stahl. Verfluchter Stolz. Und auch meine große Klappe soll verflucht sein!
Hätte er sich doch nie auf dieses Wagnis eingelassen! Gewiss hätte er seine Schulden bei diesem dreimalverhassten Halsabschneider auch anders loswerden können. Aber nein. Als er den alten Magier sich im Undichten Fass über seinen Verlust hatte beklagen hören, konnte er einfach nicht anders. Die fürstliche Belohnung, die er demjenigen in Aussicht stellte, der ihm seine Waffe zurückbrachte, hatte – neben den drei bis vier Humpen Bier, die Jack an jenem Abend bereits genossen hatte – ihr übriges getan.
Misch dich bloß nie wieder in die Angelegenheiten von Magischen ein, Jack. Wie Oma immer zu sagen pflegte: Zauberer bringen nichts als Scherereien.
Angespannt leckte er sich über die Lippen, lauschte in die Stille. Die ganze Festung schien auf den Beinen. Ihre Besatzung durchkämmte jeden Winkel nach dem Dieb, der es gewagt hatte, sich bei Nacht hinter die schützenden Mauern zu schleichen und einen Schatz zu entwenden, an dem wohl nicht nur der alte Magier ein berechtigtes Interesse zu haben schien.
Eng presste sich Jack ans grob behauene Mauerwerk, bemühte sich mit der samtenen Dunkelheit innerhalb der Nische zu verschmelzen, in die er sich geflüchtet hatte. Schwere, Eisen beschlagene Stiefel polterten an seinem Versteck vorbei. Gegrunzte Befehle und wütendes Schnauben hallten von den Wänden wider.
Als es ruhiger wurde, wagte Jack, einen Blick aus seinem Versteck zu werfen. Niemand zu sehen – und zu hören. Vielleicht haben sie ihre Suche in diesem Teil der Festung fürs Erste beendet. Hoffnung keimte in seinem Herzen. Ein trügerisches Gefühl vorläufiger Sicherheit. Nur noch die Treppe herunter ins Verließ, durch den Geheimgang … und schneller, als ich zu hoffen wage, sitze ich neben dem Alten im Undichten Fass.
Tief atmete er durch, dann wagte er sich tatsächlich auf den Gang hervor. Im flackernden Fackelschein huschten Schatten über die rauen Wände, die Jacks strapazierten Nerven vorgaukelte, dass die Gefahr näher wäre, als er sie wähnte.
Gerade, als er dachte, er hätte, das Schlimmste hinter sich, machte der Korridor, dem er folgte, eine scharfe Biegung. Erstaunt stolperte er in einen Suchtrupp. Eine Schar bis an die Zähne bewaffneter Oger starrte ihm aus tumben Gesichtern entgegen. Ihr Anführer fackelte nicht lang, sondern schwang seine gewaltige Keule in Jacks Richtung. Diesem gelang es eben noch so, dem Hieb auszuweichen.
Wie von selbst fand Jacks Hand den Schwertgriff. Mit einem metallischen Schaben glitt die Klinge aus der Scheide – und plärrte augenblicklich los: „Räudiger Diiiiieeeeb!“
Der Schrei ging in ein entsetztes Kreischen über, als der Stahl einem Gegner in die Kniekehle drang und ihn fällte. Der Gang war so eng, dass seine Kumpane nicht einfach an ihm vorbeidrängen konnten.
Auf dem Absatz machte Jack kehrt, das Schwert noch immer in der Hand. „Iiihhhhh, Ogerblut“, echauffierte sich dieses. „Was bist du nur für ein Widerling!“
„Halt deine verdammte Klappe“, knurrte Jack ungehalten, „oder willst du, dass sie uns finden und kurzen Prozess mit uns machen?“
„Mit dir, meinst du wohl. Ich bin zu kostbar um …“
„… als Trollzahnstocher benutzt zu werden?“, fuhr Jack der verzauberten Klinge dazwischen.
„Za-Zahnstocher?“, jammerte die Klinge.
„Da ist dir der alte Zauberer sicher lieber.“
„Ja. Ja, gewiss doch!“
„Dann! Sei! Endlich! Still!“, presste Jack mühsam beherrscht zwischen den Zähnen hervor. Zum ersten Mal, seit er eine Hand an den verfluchten Stahl gelegt hatte, gab dieser keine Widerworte. Vielleicht käme Jack doch noch mit heiler Haut davon. Er konnte es kaum erwarten, das schwatzhafte Schwert seinem Besitzer zurückzugeben. Sollte der sich doch damit herumzuschlagen! Jack für seinen Teil hatte seine Lektion gelernt. Wie Oma immer zu sagen pflegte: Zauberer bringen nichts als Scherereien.


Der #Writing Friday ist eine Aktion von Elizzy von Read Books and fall in Love. Jeden Freitag veröffentlichen einige Blogger*innen, die das Schreiben genau so lieben wie das Lesen, einen kurzen Text. Egal ob Geschichte oder Gedicht, erfunden oder mit persönlichem Bezug – Hauptsache kreativ.
Wenn ihr selbst noch nach Themen sucht, über die ihr schreiben könnt, oder einfach ein bisschen schmökern wollt, dann schaut doch mal bei Elizzy vorbei. Dort findet ihr eine Übersicht aller Teilnehmer, über die Regeln des #Writing Friday sowie die aktuellen Schreibthemen. Die anderen würden sich sicher freuen, wenn ihr ihren lesenswerten Blogs einen Besuch abstattet. :)

Thema heute: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt: „Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn …“

Eine Auswahl an weiteren Kurzgeschichten, die im Rahmen des #Writing Friday entstanden sind, findet ihr ***hier***.

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Tintenfässchen | Kann ein Roman ohne Liebe funktionieren?

 

Meine lieben Weltenbummler,
heute möchte ich mich im Tintenfässchen einem Phänomen bzw. einer Emotion widmen, die die Literatur wie kaum eine zweite durchzieht: der Liebe. Geliebt zu werden ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Vielleicht gibt es deshalb so viele begeisterte Liebesromanleserinnen und -Leser, die sich auch gern sonntagabendlich in bester pilchermanier für eineinhalb Stunden aus ihrem Alltag in eine heile Welt entführen lassen.

Eines vorweg: Ich habe nichts gegen Romanzen und Liebe in Büchern, sofern sie nicht den Kern der Handlung bilden. Wenn es von Seite 1 an nur darum geht, wann sich die Charaktere endlich kriegen (am besten noch in einer klassischen Dreiecksbeziehung mit einem glitzernden Vampir), dann kann ich damit wenig anfangen. Genau so wenig wie mit vor Zuckerguss triefenden „Schnulzen“. Dabei möchte ich diese Art der Literatur gar nicht abwerten. Jedes Genre hat seine Berechtigung und seine Fans. Es ist eher so, dass ich gerade Liebesromanautorinnen und – autoren dafür bewundere, dass sie so federleicht erzählen, dass man sich über das ganze Buch hinweg einfach wohlfühlen muss. Ein gutes Beispiel ist hierfür sicherlich Das Päckchen von J. Vellguth.

Aber wie viel Liebe braucht ein Roman? Kann ein Roman überhaupt ohne Liebe funktionieren? Um diese Frage zu beantworten, nehme ich euch mit auf einen Streifzug durch die Welt aus Tinte und Papier – und zeige euch verschiedene Formen der Liebe.

All you need is love?! Über die Liebe in der Literatur

Was ist Liebe? Auf den ersten Blick scheint diese Frage leicht zu beantworten zu sein: Liebe ist, sich zu jemanden hingezogen zu fühlen. Auf den zweiten Blick, ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Was steckt denn überhaupt hinter diesem Gefühl? Bloße Chemie bzw. Biologie? Oder doch mehr, etwas, das wir vielleicht gar nicht erklären und schon gar nicht verstehen können?

In „Nevernight“ erzählt Jay Kristoff eine fesselnde Rachegeschichte in einem epischen Fantasy-Setting.

Liebe ist jedenfalls eine starke Empfindung – und ein starker Antrieb. Sie bringt Menschen dazu, zu agieren, und kann damit auch als Motor für den Plot fungieren.

Darauf beruhen auch die Anfänge der westeuropäischen Literatur um 750 v. Chr. In der Ilias schildert Homer den Kampf um Troja. Nachdem Paris die schöne Helena entführte, will deren Ehemann sie natürlich zurückholen und bricht mit einer gewaltigen Flotte gen Troja auf. Unter den Kriegern ist auch Achill, der im Fokus der Erzählung steht. Besser gesagt: Es ist sein Zorn, um den sich alles dreht. Denn Achill ist wütend und gekränkt, dass sein Heerführer ihm seine Beutefrau streitig gemacht hat. Aber nicht, weil er sie liebt. Sondern weil sein übergroßes Ego (Selbstliebe) verletzt ist. Schmollend zieht er sich aus dem Kampfgeschehen zurück – und bringt seine eigenen Leute so in große Gefahr.

Liebe kann also in eine Reihe negativer Emotionen umschlagen. Zuneigung, die nicht erwidert wird, kann sich nicht nur in Liebeskummer, sondern auch in Wahn verwandeln. Der Tod eines geliebten Menschen kann den Wunsch entfachen, Rache zu nehmen, so wie in Jay Kristoffs Nevernight.

Wenn der andere das Wichtigste ist

Liebe bringt Menschen auch dazu, sich für etwas einzusetzen. Manchmal treibt sie jemanden sogar so weit, sich für einen anderen, für andere oder für eine Sache zu opfern.

Ein klassisches Beispiel ist hier sicherlich der Krieger aus unzähligen High Fantasy Epen, der sich – das Schwert in der Hand – aufmacht, seine Heimat und seine Lieben gegen den Antagonisten zu verteidigen. Dabei wird der Kampf gegen die Unterdrückung, für die Freiheit und seine Mitmenschen oft als ehrenvolles Ziel stilisiert.

Zum Stichwort Aufopferungsbereitschaft fällt mir sofort auch Harry Potter von Joanne K. Rowling ein. Die Liebe seiner Eltern, die sich gegen Voldemort stellen, um ihren Sohn zu schützen, rettet Harry das Leben – und führt wiederum dazu, dass sich unser Lieblingszauberlehrling dem Kampf gegen die dunklen Mächte stellen kann.

Doch Harry wird während seines gesamten Abenteuers noch eine andere Form der Liebe zuteil: Freundschaft. Egal, wie gefährlich und aussichtslos die Lage auch sein mag: Immer weiß er Ron und Hermine an seiner Seite. Die drei stehen zueinander, wissen, dass sie sich blind auf den anderen verlassen können.

Eines der schönsten Beispiele einer Spielart der Liebe findet sich meiner Meinung nach in Tolkiens der Herr der Ringe. Sam, der die meiste Zeit über eher wie ein Anhängsel des Fellowship wirkt, mausert sich nach und nach zum heimlichen Helden der Reihe. Frodo und ihn verbindet eine tiefe Freundschaft, die sich von Sams Seite aus vor allem auch durch Loyalität und Bewunderung auszeichnet. Er würde alles für den anderen Hobbit tun, sich für ihn aufopfern und ihn sogar den Schicksalsberg herauftragen, damit der andere seine Aufgabe erfüllen kann. Wenn das kein Beweis für Liebe ist, dann weiß ich auch nicht.

Sam und Frodo aus dem Herrn der Ringe verbindet eine besondere Form der Liebe

Ein Roman ohne Liebe – geht das?

Meiner Meinung nach kann es keinen Roman ohne Liebe geben. Damit ist nicht zwingend eine romantische Liebe gemeint, die auch nicht zwingend im Fokus der Handlung stehen muss. Doch Liebe und ihre unterschiedlichen Formen – sei es im positiven wie im negativen – sind solch starke Emotionen, dass sie gut geeignet sind, eine Handlung zu initiieren oder dem Plot eine entscheidende Wendung zu geben. Die oben angeführten Beispiele zeigen das ganz gut.

Dabei bietet das Thema noch einen weiteren Vorteil: Liebe, Empfindungen generell sind Erfahrungen, die alle Menschen teilen. Sie bereichern eine Erzählung, denn sie machen sie lebendig und echt.

Sicherlich kann man das Themenfeld „Liebe“ noch aus weiteren Perspektiven betrachten und viel mehr darüber schreiben. Das würde allerdings den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Welche Form der Liebe, die euch in Büchern begegnet ist, ist euch besonders im Gedächtnis geblieben? Ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare. :)

Wir lesen uns,
Eure Anna


Das Tintenfässchen ist die Beitragsreihe rund ums Schreiben. Hier findet ihr nicht nur Handwerkszeug und Tipps, sondern erhaltet auch einen Einblick in mein persönliches Tintenfässchen. Alle Beiträge sind als Anregungen gedacht. Vielleicht könnt ihr aus ihnen ja auch etwas für euren eigenen Schreibprozess und eure Geschichten mitnehmen. :)

Mini Buchtraum Award

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Liebe Weltenbummler,
vor einigen Tagen hat mich die liebe Suse von Suses Buchtraum zum Mini Buchtraum Award nominiert.  Was? Ihr habt noch gar nicht von diesem Award gehört? Das muss wohl daran liegen, dass Suse ihn eben erst ins Leben gerufen hat. Zu den ersten Bloggern zu gehören, die sich ihren Fragen stellen, ist mir eine Ehre und Freude. Danke, dass du an mich gedacht hast, Suse! :)

Die Regeln

  • Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link auf den Blog.
  • Platziere das Award Logo oder Bild in Deinen Post.
  • Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Post.
  • Beantworte die Fragen.
  • Nominiere selbst 5-10 Blogger.
  • Vor allem, hab Spaß daran mitzumachen

Dann mal nichts wie her mit den Fragen. :)


1. Hast du schon mal von einem deiner gelesenen Bücher oder von einem Autor/einer Autorin geträumt? Beschreibe, wie der Traum war.

Ach du meine Güte, wo soll ich da bloß anfangen?! *lach* dass ich von Büchern träume, passiert mir regelmäßig. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass mich eine Geschichte in ihren Bann gezogen und der Autor/die Autorin etwas verdammt richtig gemacht hat, wenn seine/ihre fiktiven Charaktere so authentisch gezeichnet sind, dass sie in meinen Träumen tatsächlich zum Leben erwachen.

Erzählen möchte ich euch aber von einem anderen Traum. Ich hatte einen Schreibworkshop gewonnen, den Wolfgang Hohlbein geleitet hat. (Fragt mich bitte nicht, warum ausgerechnet er. Wenn es hochkommt, habe ich drei seiner Romane gelesen – und mein Lieblingsautor ist er auch nicht. ^^) Jedenfalls wollte er Nachwuchsautoren mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die anderen Gewinner und ich sollten deshalb unsere Romanidee pitchen und ihm eine Leseprobe geben. Und wisst ihr, was dann passiert ist? Wolfgang Hohlbein hat mir einfach meine Romanidee geklaut! Als ob er selbst nicht tausend davon hätte – und vor allem tausend um Welten bessere. Das war schon seltsam.

 

2. Welches ist dein Traum-Buch-Cover?

Unsagbar cool und episch finde ich das Cover zu das Lied des Blutes von Anthony Ryan. Es ist ein bisschen martialisch, strahlt aber auch etwas Edles und Starkes aus. Seine Reihe, die bei Klett-Cotta erschienen ist, steht schon ewig auf meiner Wunschliste.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich nahezu jedes Cover, das Alexander Kopainski entwirft (u. a. Mondprinzessin) zum dahinschmelzen schön finde.

 

3. Wenn du dein eigenes Traumbuch schreiben könntest, um was würde es in dem Buch gehen?

Ganz klar: Mein Traumbuch ist ein historischer Roman in einem mittelalterlichen Setting. Er spielt zur Wikingerzeit mit ihren prächtigen Schiffen und enthält Elemente aus der nordischen Mythologie. Darin geht es um Abenteuer, Freiheit, Liebe, Freundschaft und Hass, das ganze gewürzt mit einer Prise Wahnsinn und der ein oder anderen Víking.

Das beste daran: Diesen Roman habe ich tatsächlich geschrieben. Und schon im Herbst wird er im Burgenwelt Verlag erscheinen. :)

 

4. Welches Buch war dein schlimmster Albtraum?

Puh, Bücher, mit denen ich nichts anfangen konnte, habe ich einige gelesen. Am schlimmsten war wohl tatsächlich die Biss-Reihe. Jugendbücher lese ich tendenziell eher weniger und mit Liebesgeschichten kann ich meist auch nichts anfangen. Von Biss mochte ich eigentlich nur den ersten Band, der Rest war, na ja … nicht so meins.

 

5. Top oder Flopp: Das Buch, das du gerade liest, ist bis jetzt Top oder Flopp?

Momentan lese ich zwei Romane parallel. Der erste ist Die Gabel, die Hexe und der Wurm von Christopher Paolini. Als waschechter Eragon-Fan genieße ich es in vollen Zügen, wieder in die Welt der Buchreihe eintauchen zu können. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die mir sauer aufstoßen. Bislang bin ich noch unschlüssig.

Beim anderen handelt es sich um Die weiße Königin, den zweiten Teil der Chroniken von Azuhr von Bernhard Hennen. Hennen ist mein absoluter Lieblingsautor, deshalb musste ich mir den Roman sofort nach der Veröffentlichung kaufen. Über die ersten 150 Seiten bin ich seit Herbst allerdings noch nicht hinaus gekommen, weil ich meine Zeit eher in meine eigenen Geschichten und ins Lernen investiert habe. In den Semesterferien will ich das Buch unbedingt lesen, denn bis jetzt ist es definitiv top.


So, jetzt bleibt mir nur noch übrig, einige Blogger für den Mini Buchtraum Award zu nominieren. Falls jemand schon war oder sich jemand vergessen fühlt: Verzeihung!

Die Nominierten

Sarah von Sarah’s Book Blog xo
Erik von Zwischen Buchdeckeln
Ida von Ida’s Bookshelf
Jasper von Jaspers Buchblog
Melanie Carafa
Elizzy von Read Books and Fall in Love
Janika von Zeilenwanderer

Ich hoffe, ihr habt genau so große Freude daran, Suses Fragen zu beantworten, wie ich. :)

Genug aus dem Tintenfässchen geplaudert – oder etwa nicht? Wenn ihr noch mehr über mich erfahren möchtet, dann stöbert ruhig durch meine Antworten zu den anderen beiden Bloggerawards, zu denen ich bis jetzt nominiert wurde:

Wir lesen uns,
Eure Anna

[Monatsrückblick] Januar 2019 | Buchhighlights und Vorsätze

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Hallo meine Weltenbummler,
wieder einmal liegt ein typischer Januar hinter mir. Typisch vor allem deshalb, weil ich meine Nase statt in spannende Romane in den vergangenen Wochen fast ausschließlich in Uni-Bücher gesteckt habe. Und typisch, weil mich – wie immer – nach der Klausurphase direkt eine fiese Erkältung niedergestreckt hat. Mittlerweile habe ich das Schlimmste überstanden und auch schon wieder Lust am Bloggen und Schreiben. :)

Buchhighlights

Bildrechte liegen beim Verlag

Sofort zu Beginn des Jahres habe ich euch die Romane vorgestellt, die 2018 mein Leserinnenherz haben höher schlagen lassen oder mir spannende/ fantastische/abenteuerliche etc. Reisen in Welten aus Tinte und Papier beschert haben. Meine *** Jahreshighlights *** sind eine bunte Mischung aus etablierten Autoren, Nachwuchsschriftstellern und Selfpublishern. Mich freut es ganz besonders, dass auch die ein oder andere Erzählung abseits des Mainstreams einen Platz unter meinen Lieblingstiteln 2018 gefunden hat.

Ein Buch, das es vermutlich unter meine diesjährigen Highlights schaffen wird, ist der neue Roman von Christopher Paolini. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber freue, endlich wieder in die Welt von Paolinis Erfolgsreihe Eragon eintauchen zu können. Okay, ich geb es zu: Meine Begeisterung konnte ich in meinem ***Waiting on Wednesday*** Beitrag kurz vor dem Release kaum verbergen. ^^ Nach der letzten Klausur habe ich mich auch schon darauf gestürzt, zögere es momentan aber noch hinaus, das Buch zu beenden. Bald werde ich euch hier aber verraten, wie mir mein lang ersehnter Ausflug nach Alagaësia gefallen hat.

Träume

Um *** Träume bzw. gute Vorsätze *** ging es in meinem ersten #Writing Friday-Beitrag in diesem Jahr. Anders als sonst habe ich das Thema diesmal nicht fiktiv umgesetzt, sondern aufgeschrieben, was mir auf dem Herzen lag. Und das ist vor allem eines: Ich möchte mich in diesem Jahr für meine Träume stark machen. Konkret bedeutet das, für meinen Traum vom (Hobby-)Autorenleben und meinen Debütroman, der voraussichtlich im Herbst erscheinen wird.

Passend zu diesem Traum habe ich im Januar auch die Layoutfassungen zweier Kurzgeschichten zur finalen Überprüfung zugesandt bekommen, die im März passend zur Leipziger Buchmesse veröffentlicht werden sollen. Die eine davon im Eridanus Verlag (Science Fiction) und die andere im Burgenwelt Verlag (Historie). Ich freue mich jetzt schon darauf, meine Belegexemplare bald in Händen halten zu können und euch die Anthologien vorzustellen. :)

Februar-Ausblick

Für diesen Monat habe ich einen Beitrag geplant, den ich schon schreiben wollte, bevor es diesen Blog überhaupt gab. Ich verrate nur so viel: Er wird in der Rubrik Tintenfässchen erscheinen und ein zentrales Thema der Literatur behandeln.^^

Ansonsten erwartet mich mein erstes Romanlektorat. :O Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das ein bisschen … einschüchtert. Bei Kurzgeschichten konnte ich ja schon Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln, aber so ein Roman ist schon eine andere Hausnummer. Wie es mir dabei ergeht, werde ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Worauf freut ihr euch in diesem Monat am meisten?

Wir lesen uns,
Eure Anna

PS: Hier geht es zum Rückblick auf den Dezember 2018. ***klick***

#Writing Friday – Sich für seine Träume stark machen

Liebe Weltenbummler,
der Writing Friday geht in die nächste Runde – und mit gehöriger Verspätung bin auch ich wieder mit dabei. Wie schon 2018 stellt uns Elizzy von Read Books and Fall in Love jede Woche einen kleinen Writingpromt, zu dem eine Reihe von Blogerinnen und Bloggern kreativ wird. Egal ob frei erfunden oder eine wahre Geschichte: Freunde guter Erzählungen werden beim Schmökern der unterschiedlichen Texte sicher auf ihre Kosten kommen. Schaut daher ruhig auch bei den anderen Schreiberlingen vorbei! :)

Anders, als ihr es aus dem vergangenen Jahr von mir gewohnt seid, präsentierte ich euch in meinem ersten Beitrag keine fiktive Erzählung. Vielmehr geht es um etwas sehr Persönliches:

Erzähle von einem Vorsatz für 2019.

Wieso willst du dieses Ziel erreichen? Wie sieht dein Plan aus?


Der Januar ist zwar schon ein paar Tage alt, aber für (gute) Vorsätze ist es nie zu spät. Vor allem nicht in einem Jahr wie diesem, in dem mich einige aufregende Dinge erwarten. Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen: Im Herbst wird ein lang gehegter Herzenswunsch für mich in Erfüllung gehen, denn ich werde meinen ersten Roman in einem (Klein)Verlag veröffentlichen.

Das Schreiben begleitet mich nun schon seit einigen Jahren und ist für mich mehr als nur ein Hobby. Es ist Leidenschaft und Erfüllung zugleich. Allein der Gedanke daran, dass ich meine Erzählung bald mit euch teilen darf, lässt mein Herz vor Freude höher schlagen. Gleichzeitig schüchtert mich diese Aussicht aber auch ein. Da ist diese leise Stimme in meinem Innern, die mir unablässig zuraunt, die unablässig Zweifel säht. Ganz egal, wie oft und wie laut sie auch versuchen wird, mich runterzuziehen: Ich werde nicht auf sie hören. Denn für 2019 habe ich mir ein großes und wichtiges Ziel gesetzt:

Ich werde mich für meine Träume stark machen.

Dazu gehört allerdings mehr, als bloß die leisen Selbstzweifel zum Verstummen zu bringen, die wir sicher alle kennen.

Sich für seine Träume stark zu machen, heißt auch, stolz auf das zu sein, was man erreicht hat. Ich bin von Natur aus eher jemand, dem es schwer fällt, über seine „Erfolge“ (was auch immer man darunter verstehen mag) zu reden. Dass ich meinen ersten Romanvertrag unterzeichnet habe, habe ich auch erst Tage später gepostet. Und auch jetzt, wo ich hier sitze und darüber schreibe, fühlt es sich für mich seltsam an. Es ist ja nicht so, dass ich augenblicklich vom Blitz erschlagen werde, nur weil ich euch mal von meinen aktuellen Projekten erzähle (zumindest hoffe ich das – bislang ist es jedenfalls (noch) nicht geschehen^^).

Ja, es fällt mir schwer darüber zu plaudern. Vielleicht, weil ich das Gefühl habe, dass es niemanden interessiert und es so viele andere tolle Autoren und Geschichten da draußen gibt.

Mich für die Romane anderer zu begeistern und meine Begeisterung zu teilen, sie in die Welt hinauszuposaunen, fällt mir gar nicht schwer. Ganz im Gegenteil. Ich wünsche mir, dass mir das auch bei meinen Erzählungen gelingt. Daran werde ich arbeiten. Langsam meine Scheu ablegen. Einen Schritt nach dem anderen gehen.  Wenn ich mich nicht für meine Geschichten, für meine Träume stark mache, wer soll es dann tun?

Wir lesen uns,
eure Anna

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Dann lass es mich gern in den Kommentaren wissen. :)

Eine Auswahl an Kurzgeschichten, die im Rahmen des #Writing Friday entstanden sind, gibt es ***hier***.

[Monatsrückblick] Kristallherzen, Mut & große Veränderungen

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Hallo Weltenbummler,
ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet und freut euch auf all die Dinge, die 2019 vor euch liegen. Bevor ich mich mit Feuereifer in die nächsten Abenteuer stürze, steht noch mein Rückblick auf den Dezember aus – eine Angewohnheit, die ich auch in diesem Jahr gern beibehalten möchte (auch wenn die Rückblicke gern etwas früher im Monat online gehen könnten^^).

Ein zauberhafter Adventskalender

Weihnachtszeit, Feiertage und Jahreswechsel – der Dezember ist traditionell der Monat, indem man mehr Verabredungen und Termine hat, als Zeit dafür. Nachdem ich im November wegen des NaNos eine Menge Zeit ins Schreiben und mein aktuelles Romanprojekt Sturmsang investiert habe, habe ich es schreibtechnisch im Dezember etwas ruhiger angehen lassen. Stoff für die Uni wollte aufgearbeitet, Weihnachtsgeschenke besorgt, Kekse gebacken und die Adventszeit genossen werden.

Das Warten aufs Christkind wurde mir durch einen ganz besonderen Adventskalender, den Elizzy von Read Books and Fall in Love ins Leben gerufen hat. Schon das ganze Jahr über hat sie im Rahmen des #Writing Friday kreative Schreibaufgaben gestellt – und macht damit auch 2019 weiter (und ich bin auch wieder dabei). Im Dezember sind insgesamt 24 Geschichten als ein ganz besonderes Geschenk an ein kleines Mädchen online gegangen. Und diese Geschichten sind bezaubernd, berührend, spannend und genau so abwechslungsreich und vielseitig wie die Schreiberlinge, die sie erzählen.

In meinem Kristallherz geht es um Weihnachtsbaumschmuck, der eine Familie schon seit Generationen begleitet. Es geht um seine Geschichte und die Geschichten der Menschen, denen er Hoffnung, Trost und Freude schenkte.

Stolz

Stolz bin ich auf Feuerfunken, die Fantasy-Kurzgeschichte, die ich 2018 in einer Anthologie des Verlags Torsten Low veröffentlichen durfte. Gegen 175 andere Erzählungen hat sie sich durchgesetzt und ist auf einem großartigen 20. Platz gelandet.

Stolz – und überglücklich – bin ich aber vor allem deshalb, weil ich im Dezember den Vertrag für meinen Debütroman unterzeichnen durfte. :) Wenn alles klappt – und wenn ihr mögt – dann werde ich euch schon im Herbst 2019 an Bord eines Wikingerschiffes in eine längst vergangene Zeit entführen. Mehr dazu und über mein Schreibjahr 2018 findet ihr ***hier***.

Ausblick: 2019 – der Kopf voller Ideen

Über die Feiertage habe ich mir Gedanken gemacht, wohin es mit der Welt aus Tinte und Papier gehen soll. Es gibt die ein oder andere Beitragsidee, die ich gern umsetzen, Bücher und Themen, die ich euch vorstellen möchte – und selbstverständlich könnt ihr hier mitverfolgen, wie es mit meinem Manuskript bis zur Veröffentlichung weitergeht. :)

Wir lesen uns,
Eure Anna

#Waiting on Wednesday #4 – Christopher Paolini: Die Gabel, die Hexe und der Wurm | Neues aus Alagaësia

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Liebe Weltenbummler,
ich weiß gar nicht, wie lange und wie sehnsüchtig ich auf diese Ankündigung gewartet habe, aber meine künsten Träume sind endlich wahr geworden: Endlich  gibt es neuen Lesestoff von Christopher Paolini ! Als wäre das nicht schon genug Grund zur Freude, kehrt er mit seinem neuen Buch Die Gabel, die Hexe und der Wurm zurück nach Alagaësia, die Welt seiner Erfolgsreihe Eragon.

Bildrechte liegen beim Verlag

Die Geschichte um den gleichnamigen Bauernjungen, der gemeinsam mit seinem Drachen Saphira den Kampf gegen einen grausamen Herrscher aufnimmt, zählt zu meinen absoluten Lieblingsjugendbuchreihen. Den letzten Band – Das Erbe der Macht – der bereits 2011 erschien, habe ich binnen zwei Tagen verschlugen. Und wie so viele Fans hat er auch mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen. Vor allem mit dem Schicksal einer meiner Lieblingsfiguren habe ich lange gehadert …

Umso schöner, dass Paolini uns nach all den Jahren endlich wieder neuen Lesestoff beschert. Die Gabel, die Hexe und der Wurm ist dabei jedoch nicht der Roman, den er seit Jahren geheimnisvoll als ‚Eragon 5‘ anpreist (den es tatsächlich geben soll – sogar in Romanform :D), sondern eine Kurgeschichtensammlung, wie auch der Untertitel Geschichten aus Alagaësia verrät.

Darum wird es gehen:

Ein Wanderer und ein verfluchtes Kind. Zaubersprüche und Magie. Und natürlich Drachen.
Willkommen zurück in Eragons Welt!

Es ist ein Jahr her, dass Eragon aus Alagaësia aufgebrochen ist auf der Suche nach dem geeigneten Ort, um eine neue Generation Drachenreiter auszubilden. Jetzt kämpft er mit unendlich vielen Aufgaben: Er muss einen riesigen Drachenhorst bauen, Dracheneier bewachen und mit kriegerischen Urgals, stolzen Elfen und eigensinnigen Zwergen zurechtkommen. Doch da eröffnen ihm eine Vision der Eldunarí, unerwartete Besucher und eine spannende Legende der Urgals neue Perspektiven.

Dieser Band enthält drei neue Geschichten aus Alagaësia und führt Eragon an den Beginn eines neuen Abenteuers. Außerdem enthüllt das Buch Auszüge aus der Biografie der unvergesslichen Kräuterhexe und Weissagerin Angela … geschrieben von Angela Paolini, der Schwester des Autors, die ihn zu dieser Figur inspiriert hat.

Illustriert mit vier neuen Originalzeichnungen des Autors!

(Quelle: cbj Verlag)

Meiner Euphorie über die Ankündigung des Buches, die ich vor einigen Monaten schon entdeckt habe, wurde ein Dämpfer versetzt, je mehr ich über den Inhalt erfuhr.

  • Eine Geschichte soll sich um eine Legende der Urgals drehen.
  • In einer weiteren wird die Lebensgeschichte der Kräuterhexe Angela näher beleuchtet. Diese Erzählung stammt allerdings aus der Feder von Paolinis Schwester Angela, die für die Figur Patin stand.
  • Über den Inhalt der dritten gibt es im Fandom die wildesten Spekulationen. Die Chancen stehen allerdings gut, dass einer meiner Liebslingscharaktere darin eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Trotz meiner Liebe zu dieser Buchreihe kling DGdHudW für mich ein bisschen nach einer Mogelpackung. Nach einer guten Methode, noch ein bisschen mehr Geld mit Eragon zu verdienen, zumal die Reihe in diesem Monat auch neue Cover spendiert bekommt und wohl noch weitere solcher Anthologien geplant sind. So etwas hat man ja auch schon bei Harry Potter und Game of Thrones zur Genüge gesehen.

Das wird mich unverbesserliche Buchsüchtige jedoch nicht davon abhalten, mir die Kurzgeschichtensammlung zu kaufen. Für den englischsprachigen Raum ist sie bereits Ende Dezember erschienen. Hier muss man sich noch bis zum 21. Januar gedulden. Bis dahin weigere ich mich allerdings standhaft, nach Rezensionen zu suchen, um mich nicht spoilern zu lassen. ^^

Habt ihr Eragon gelesen? Was haltet ihr davon, dass wir nun wieder nach Alagaësia zurückkehren können?

Wir lesen uns,
Eure Anna


#Waiting on Wednesday ist eine Aktion, die von Breaking the Spine gehostete wird – und eine wunderbare Gelegenheit, ganz (un)geduldig auf persönliche Buchhighlights hinzufiebern. Wann immer es sich anbietet, werde ich euch hier also Bücher vorstellen, deren Veröffentlichung ich kaum mehr abwarten kann. Wer weiß, vielleicht könnt ihr so ja auch noch den ein oder anderen Roman entdecken, der es sich auf eurer Wunschliste gemütlich machen möchte. :)

Buchhighlights 2018| alte Bekannte und neue Genres

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Frohes neues Jahr, meine lieben Buchverrückten!
2019 ist frisch gestartet und nachdem es gestern um mein Schreibjahr ging, zeige ich euch heute wie versprochen die Bücher, die mich im vergangenen Jahr besonders begeistert haben.  natürlich verlinke ich euch auch meine Rezensionen, damit ihr bei Interesse nochmal genauer nachlesen könnt.

Insgesamt sind in den letzten zwölf Monaten 15 Rezensionen online gegangen, obwohl ich noch ein paar Romane mehr gelesen habe. Von den besprochenen Büchern sind fünf in Kleinverlagen erschienen und vier im Selfpublishing. Ein Durchschnitt, den ich im nächsten Jahr gern beibehalten oder sogar noch steigern möchte. Denn ich liebe es, die kleinen, kostbaren Buchperlen abseits des Mainstreams zu entdecken und sie euch vorzustellen. Viele dieser Titel verdienen mehr Aufmerksamkeit – und ich hoffe, mit meinen Rezensionen wenigstens die Neugierde des ein oder anderen Lesers wecken zu können.

Kommen wir nun also zu meinen Jahreshighlights 2018. Die Reihenfolge, in der ich sie aufliste, entspricht keiner Wertung, sondern der Reihenfolge, in der ich sie gelesen habe. :)

Das Jahr begann mit einem Buch, das mich mit seinem Setting, dem Plot, aber vor allem mit einem unwiderstehlichem Heldenpaar in seinen Bann gezogen hat. Die Rede ist von Unter einem Banner von Elea Brandt, deren Debüt Opfermond schon 2017 zu meinen Buchhighlights zählte. Die Geschichte des kampfmüden Kriegers Reykan, der zu seinem großen Missfallen den vorlauten Prinzen Benrik schützen muss, unterhält von der ersten bis zur letzten Seite. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon geschrieben habe (sehr of wahrscheinlich^^), aber Elea ist eine unvergleichliche Geschichtenerzählerin, die scheinbar in jedem Genre zuhause ist. Denn im Sommer beglückte sie ihre Leser mit der locker-leichten Orient-Fantasy Sand & Wind. Die Geschichte des vorlauten Diebes Quiro, der unverhofft in ein Abenteuer stolpert, dessen Ausmaße er anfangs nicht zu erahnen vermag, kann ich euch ebenfalls nur ans Herz legen.

Mich freut es ganz besonders, dass Elea für 2019 bereits zwei Romane angekündigt hat: Sand & Klinge, in dem sie Quiros Geschichte weitererzählt, sowie Mutterschoß, in dem sie ihre Leser erneut nach Ghor-el-Chras entführt, die Stadt von Opfermond. Beide Titel stehen jetzt schon weit oben auf meiner Wunschliste!

 

Weiter geht es mit einem Genre, das ich 2018 für mich entdeckt habe: Steampunk. In der Greenlight Press erscheint mit Frost & Payne eine Krimireihe in einem wundervoll durchdachten Steampunk-Setting. Action, Tempo, unerwartete Wendungen und vor Einfallsreichtum sprühende Dialoge erwarten euch schon im Auftaktband Die Schlüsselmacherin der 12 Episoden umfassenden ersten Staffel aus der Feder von Luzia Pfyl. Eine echte Entdeckung!

 

 

 

Als bekennender Bernhard Hennen-Fan, darf Der Verfluchte, der Auftakt zur Trilogierund um Die Chroniken von Azuhr in meinem Jahresrückblick auf gar keinen Fall fehlen. Mit Spannung habe ich diesen Roman erwartet – und wurde nicht enttäuscht. Hennen webt wieder einmal eine dichte Erzählung rund um Magie, Mären und Intrigen, die mich in eine andere Welt hat versinken lassen.

 

 

Gefesselt hat mich auch Zara Nesbit. Blutrabe. Dieser Mysteryroman ist nicht nur im Selfpublishing erschienen, sondern auch der Debütroman der talentierten Ily Romansky. Mord, Magie, Mysterie, ein überzeugendes Setting und eine beklemmende Atmosphäre sorgen für wohlige Gänsehautmomente. Ein viel versprechender Reihenauftakt, der Lust auf mehr Abenteuer der resoluten Gouvernante macht.

 

 

Last but not least ein Buch, das zu beschreiben mir immer noch schwer fällt: Nevernight. Die Prüfung. Die Geschichte der von Rache getriebenen, jungen Assassine Mia ist … düster und blutig. Fesselnd und überraschend. Jay Kristoffs Trilogie ist wie eine Naturgewalt, die sich mitreißt und atemlos zurücklässt. Solch ein außergewöhnliches Buch – vielleicht das außergewöhnlichste der letzten Jahre – habe ich selten gelesen.

 

 

Meine Buchhighlights 2018 sind eine bunte Mischung geworden. Ich hoffe, dass das 2019 so bleibt.

Verratet mir in den Kommentaren ruhig, welches Buch (oder welche Bücher) euch im vergangenen Jahr richtig geflasht haben. :)

Wir lesen uns!
Eure Anna

Tintenfässchen – Mein Schreibjahr 2018 | Dem Traum vom Autorenleben ein Stück näher

[Der folgende Beitrag enthält Spuren von Eigenwerbung]

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum ersten von insgesamt zwei Jahresrückblicken!

Meine Lesehighlights 2018 werde ich euch morgen präsentieren. In diesem Beitrag dreht sich alles – wie ihr es vom Tintenfässchen gewohnt seid – ums Thema Schreiben. Dabei möchte ich nicht nur auf die vergangenen Monate zurückblicken (und meinen längst fälligen NaNo-Erfahrungsbericht mit euch teilen). Vielmehr habe ich noch großartige Neuigkeiten für das kommende Jahr für euch im Gepäck. (s. u.) 

Ein Jahr voller erster Male

2018 war für mich tatsächlich ein Jahr, indem ich viele Dinge, die eigentlich zum Autorenleben dazugehören, zum ersten Mal gemacht habe. Dazu gehört unter anderem auch, einen Roman zu überarbeiten. Manuskripte habe ich zwar schon einige

Recherchereise nach Dänemark.

in der Schublade liegen, sie allerdings nach dem E*N*D*E nur in den seltensten Fällen wieder zur Hand genommen, um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Das war in diesem Jahr anders. Schuld daran ist Wellensang (Arbeitstitel), der erste historische Roman, den ich in meinem Autorenleben geschrieben habe. Historische Kurzgeschichten sind das eine – und für jemanden wie mich, dessen Wurzeln eigentlich in der Fantasy liegen, war dieses Projekt eine große Herausforderung, an der ich gewachsen bin.

Bei der Überabreitung des Manuskripts erging es mir wie so oft beim Schreiben: Ich musste erstmal herausfinden, welche Weise für mich persönlich geeignet ist, um das Beste aus dem Manuskript herauszuholen. (Wenn ihr Tipps für mich habt: Immer her damit!) Perfektioniert ist diese Vorgehensweise sicher noch nicht, aber ich werde daran arbeiten, sie noch zu verfeinern – und meine Erfahrungen dann mit euch teilen. 

In die Überarbeitung von Wellensang habe ich etwa drei Monate investiert. Daneben (und neben dem großen Schreibprojekt „Bachelorarbeit“, das im Sommer anstand) blieb nicht viel Zeit zum Schreiben. Mein gesetztes Jahresziel von 100.000 Wörtern habe ich mit 68.267 Wörtern verpasst. Dass ich trotzdem so gut dastehe, verdanke ich vor allem dem NaNo.

NaNoWriMo 2018 – Wenn dich der Ehrgeiz packt

Kurz zur Erklärung: Im NaNo versuchen Autoren weltweit, einen Roman von 50.000 Wörtern in nur 30 Tagen zu schreiben. Ich habe mich an einen historischen Roman gewagt – Sturmsang – der lose mit Wellensang verbunden ist. In den ersten Tagen habe ich mich selbst überrascht: Das Schreiben ging mir leicht von der Hand, die Figuren haben sich wundervoll angefühlt und ich bin regelrecht in der Geschichte versunken. Mein Wordcount war eine ganze Weil grün und es sah so aus, als könnte ich den NaNo in diesem Jahr zum ersten Mal gewinnen. Ehrgeiz hat mich gepackt, ich habe in jeder freien Minute geschrieben. Dann kam der Tag, an dem ich einsehen musste, dass ich es nicht schaffen werde. Der erste Tag, an dem mein Wordcount in den roten Bereich gerutscht ist.

Ganz egal, wie oft ich im Vorfeld beteuert habe, dass es mir in erster Linie um den Spaß am Schreiben und am NaNo geht, war es doch … niederschmetternd, den roten Balken anwachsen zu sehen. Dieses Gefühl dauerte zum Glück nicht lang an. Ende November habe ich stolze 31.037 Wörter geschafft – unglaublich für jemanden wie mich, der im Monat normalerweise keine 10k schafft – und die Geschichte bis zu genau dem Punkt erzählen können, zu dem ich kommen wollte. Momentan überarbeite ich den Text, der im NaNo entstanden ist, und stürze mich danach wieder ins Schreiben. Meine Wikinger haben es mir einfach angetan.

Kurzgeschichten und der Writing Friday

Meine Kurzgeschichten-Bilanz kann sich 2018 wirklich sehen lassen, finde ich. Insgesamt habe ich fünf Geschichten für Ausschreibungen verfasst (davon 2x Science Fiction, 1x Steampunk, 1x Fantasy, 1x historisch). Eine davon ist noch nicht ausgewertet. Bei den anderen habe ich zwei Absagen und zwei Zusagen bekommen. Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass 2019 ich erneut eine historische Kurzgeschichte zum Thema Pest in einer Anthologie des Burgenwelt Verlags veröffentlichen werde. Die andere Geschichte erscheint im Eridanus Verlag (Science Fiction).

In diesem Jahr durfte ich mich auch über meine erste Veröffentlichung im Verlag Tosten Low freuen. Meine Geschichte Feuerfunken hat es von 175 Einsendungen unter die 25 besten Beiträge der Storyolympiade 2017/2018 geschafft. Die Anthologie stelle ich euch ***hier*** vor. Einen Überblick über alle bisher erschienen Kurzgeschichten aus meiner Feder könnt ihr ***hier*** einsehen.

Aber auch auf meinem Blog hat das Schreiben (endlich) größeren Raum bekommen – und das nicht nur im Rahmen des Tintenfässchens. Beim Writing Friday – einer wöchentlichen Aktion, bei der es um kreatives Schreiben geht – habe ich euch insgesamt 19 kurze Geschichten präsentieren können. Wer ein bisschen schmökern möchte: ***Hier** findet ihr eine Übersicht. Die Aktion hat mir so viel Spaß gemacht und ich habe so viele talentierte Autorinnen und Autoren kennen gelernt, dass ich im nächsten Jahr wieder am Writing Friday teilnehme.

Dem Traum vom Autorenleben ein Stück näher – der erste Romanvertrag

Ja, was soll ich sagen? So ein überarbeitetes Manuskript ist schon eine tolle Sache, aber zu Schade für die Schublade. Also habe ich ein Exposé geschrieben (noch so eine Premiere) und das Projekt bei einem Verlag vorgestellt.

Leute, meine erste Verlagsbewerbung! Meine Güte, war das aufregend. Um ein Haar hätte ich mich nicht getraut – aber ich bin froh, dass ich es getan habe, denn … ich habe im Dezember meinen ersten Romanvertrag unterzeichnet!

Ich kann es immer noch nicht fassen, dass schon nächsten Herbst mein lang gehegter Herzenswunsch in Erfüllung gehen wird. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Verlag diese Neuigkeiten schon längst bekannt gegeben hat, und ich hinterherhinke. ^^

Meine Wikinger haben tatsächlich einen Ankerplatz im Burgenwelt Verlag gefunden. Nachdem ich mit Jana Hoffhenke schon bei mehreren Anthologien zusammenarbeiten durfte, war ihr Verlag meine erste Wahl für die Umsetzung dieses Projekts. Auch wenn ich theoretisch weiß, welche Schritte vor mir liegen, bevor das Buch im Herbst erscheinen kann, wartet nun doch eine aufregende Reise auf mich. Wenn ihr mögt, dann begleitet mich doch. Ich werde euch regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Jetzt habe ich euch aber genug zugetextet. Morgen geht es hier weiter mit meinem buchigen Jahresrückblick.  :)

Wir lesen uns!
Eure Anna

Writing Friday Special – Das Kristallherz

 

Hohoho …

… und herzlich Willkommen zu einer ganz besonderen Edition des Writing Friday!
Schon das ganze Jahr über hat Elizzy von Read Books and Fall in Love uns wundervolle Schreibanlässe geliefert. Für die Adventszeit hat sie sich auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Einen Geschichtenadventskalender mit 24 weihnachtlich-winterlichen Erzählungen, um einem kleinen Mädchen eine große Freude zu machen, wie ihr ***hier*** nachlesen könnt. Gestern öffnete sich das 17. Türchen auf Sakuyas Blog.  Bevor es morgen bei Melanie Carafa weitergeht, macht es euch doch bei mir gemütlich. Ich möchte euch gern eine Geschichte erzählen.


Das Kristallherz

It’s beginning to look a lot like Christmas …

Samtweich füllte die Stimme den Raum, brachte etwas tief in Emma zum Klingen. Mit den ersten Tönen des Liedes breitete sich eine Wärme in ihrem Magen aus, die mit jedem Herzschlag weiter und weiter durch ihren Leib strömte, bis sie eine tiefe Ruhe erfüllte. Ein Lächeln auf den Lippen bog sie die Zweige der Kunsttanne in Form, die ihr etwa bis zur Hüfte reichte. Summte leise mit, als sie schwungvoll den Staub von einer großen Kiste wischte. Auf den ersten Blick mochte sie unscheinbar scheinen, doch für Emma bargen ihre leicht eingedrückten Ecken, ihr Geruch nach altem Papier und Tannengrün einen ganz besonderen Zauber. Erinnerungen an ihre Kindheit, prasselndes Kaminfeuer, Lebkuchen, wolligweiche Kuscheldecken und geflüsterte Geschichten erwachten in ihrem Gedächtnis zum Leben.
Mit pochendem Herzen hob Emma den Deckel an. Funkelnd und blitzend erwachte der Inhalt der Kiste vom Sonnenlicht wach geküsst aus seinem Dornröschenschlaf. Da war eine fingergroße Ballerina, ein pinselstrichdünnes, erwartungsvolles Lächeln auf den Porzellanlippen. Ein ebensogroßer Nussknacker, die Wangen vor Tatendrang gerötet. Ein alter Zinnsoldat, aufrecht wie eh und je und bereit, für die Tage, die vor ihm lagen. Ein Schaukelpferd, dass ungeduldig mit den Kufen scharrte. Ein Teddy, der sich im Licht nach der langen Dunkelheit wohlig streckte.
Sie alle schienen Emma so lebendig wie an den längst vergangenen Weihnachtstagen ihrer Kindheit. Ein verträumtes Lächeln erhellte ihre Züge. Mit Mitte zwanzig sollte sie es eigentlich besser wissen, aber … ein Teil von ihr glaubte immer noch an die Magie, den Zauber der Weihnacht – auch wenn er mit jedem Jahr, das ins Land zog, schwieriger zu entdecken war. Weihnachten würde nie wieder so sein, wie sie es als Kind erlebt hatte. Die Vorfreude. Das ungeduldige Warten. Der festlich geschmückte Weihnachtsbaum, der so hoch war, dass sie den Kopf in den Nacken legen musste, um seine Spitze sehen zu können. Der glitzernde Himmelsstaub auf dem Boden (der sich später als Frost herausstellen sollte), wenn das Christkind von Haus zu Haus zog … Manchmal wünschte sie sich, den heiligen Abend noch einmal so erleben, so betrachten zu können, wie damals: Mit den staunenden Augen eines Kindes.
Emma schüttelte den Kopf. So sentimental war sie sonst nie. Doch wann, wenn nicht in der Adventszeit, war sonst Zeit, sentimental zu sein?
Rasch befreite sie die alten Gefährten so vieler Weihnachtsfeste aus ihrer Starre. Zu jedem von ihnen hätte sie eine – ach, abertausende – Geschichten erzählen können. Jeder einzelne von ihnen schien unter ihrer behutsamen Berührung zu vibrieren, als könne es ihm gar nicht rasch genug gehen, einen Platz mitten im Tannengrün zu ergattern. Tatsächlich schienen sie alle zufriedener, als Emma sie mit einigem Abstand betrachtete, wie sie von den Zweigen baumelten.
„Fehlt nur noch eines“, wisperte sie, zufrieden mit ihrer bisherigen Arbeit. Neben der Kiste sank sie auf die Knie. Mit beiden Händen barg sie schließlich einen schwarzen Samtbeutel von ihrem Grund. Schwer und kühl schmiegte er sich an ihre Haut.
Mit spitzen Fingern zupfte sie an der Schleife, die das Säckchen verschlossen hielt, bis es seinen Inhalt offenbarte. Behutsam glitt ein Herz auf Emmas geöffnete Handfläche. Es war ganz und gar aus klarem Kristall. Das Licht brach sich funkelnd in seinen geschliffenen Facetten, malte Myriaden winziger Regenbögen auf die Haut des Mädchens, ließ sie über den Weihnachtsbaum und die Wände tanzen. Eine Aufhängung aus schwerem Bauernsilber, geformt wie der Kelch eines Schneeglöckchens, hielt das Kristallherz.
Wie einen Schatz barg Emma es an der Brust, als sie sich erhob. Und genau das war es auch: Ein Schatz, der mit Geld nicht aufzuwiegen war. Niemand mochte mehr zu bestimmen, wie lange sich das Kristallherz schon im Besitz ihrer Familie befand. Es hatte Hungerwinter er- und überlebt. Flucht und Vertreibung. Schlaflose Nächte im Bombenhagel, als die Welt am Abgrund stand. Von Generation zu Generation, von Hand zu Hand war es weitergegeben worden – und mit ihm die Erinnerungen vieler Leben.
In jedem Jahr zu Weihnachten hatten Oma und Mama ihr ein Kapitel seiner Geschichte erzählt, wie sie es von ihrer Mutter und Oma gehört hatten, damit es nie in Vergessenheit geriete.
„Und das wird es nicht“, wisperte Emma, als sie das Kristallherz an die Spitze des Weihnachtsbaumes hing. „Ich werde dich vermissen, aber nicht vergessen, Oma.“


Fall euch meine Geschichte gefallen hat, dann lasst es mich ruhig in den Kommentaren wissen. :) Ich wünsche euch allen eine fröhliche und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Wir lesen uns,
Eure Anna